Roadtrip durch Costa Rica
Roadtrip durch Costa Rica

Roadtrip durch Costa Rica

3 Wochen war Jeanette bei uns. 3 Wochen hatten wir einen tollen Mietwagen (unseren Hippo Blanco). 3 Wochen haben wir Costa Rica „erfahren“.

Was soll ich euch sagen: das Land ist ein Traum. Satte, vielfältige Natur mit unzähligen Pflanzen und Tieren, denen hier auch Raum zum Leben gegeben wird (27 % der Landesfläche ist Naturschutzfläche), super entspannte Costa Ricaner die auch in dieser Krise ganz offensichtlich das Beste aus der Situation machen.

Jeanette ist eine perfekte Reisepartnerin. Sie macht alles mit, macht kein „mimimi“ wenn es mal keine Dusche oder Toiletten am Wildcamping Spot gibt, versteht unsere Art zu reisen (preisbewusst und so wenig Touri wie möglich) und ist immer positiv gestimmt. Wir freuen uns schon jetzt auf deinen nächsten Besuch!! Thailand, Costa Rica, was als nächstes?

Es gibt so viele schöne Geschichten zu erzählen – ich glaube ich fokussiere auf zwei: Tortugero und Playa de Pochote. Unsere Highlights auf der Reise zu dritt durchs Land.

Tortuguero – ist ein kleines Dörfchen im Norden, umgeben von der Karibik auf der einen Seite und einem Flusssystem auf der anderen Seite. Das Dorf ist nur per Boot zu erreichen und natürlich hat es einen riesigen Nationalpark, der sogar bis weit nach Nicaragua reicht. So können wenigstens die Tiere ungehindert über die Grenze wandern…

Wir parken unser Auto auf dem offiziellen Parkplatz und steigen um in eines der vielen Boote, die verzweifelt auf Touristen warten. Nach kurzen Preisverhandlungen (von 30.000 Colones auf 9.000 Colones) können wir die über einstündige Fahrt bis Tortugero geniessen. Der Kaptain hält leider nicht an als wir tatsächlich an einem riesigen Krokodil und an zwei Kaimanen vorbeifahren. Unsere Augen suchen das Ufer ab und wir sind total überwältigt was uns bereits diese Anreise an Vielfalt und Schönheit geboten hat. Das verspricht spannend zu werden…

Ankunft in Tortugero
Schaut mal auf das grüne Dach….
Hier mit Zoom….
Unser Hochzeitstag in Tortugero

Über AirBnB hatten wir bereits eine Hütte gemietet, in der wir zu dritt Platz finden und die auf dem Gelände von Raphael und Clair steht. Direkt angrenzend an den Nationalpark. Rapha hat über 20 Jahre hier als Biologe gearbeitet und teilt sein Wissen und seine Begeisterung für die Natur sehr gern mit uns. Wir können ihm stundenlang zuhören – und machen das auch. Am Morgen klingelt unser Wecker (fast hätten wir vergessen wo sich diese Funktion befindet) um 5 Uhr, denn wir fahren mit Rapha in seinem Boot in die Kanäle des Nationalparks. Das Boot hat einen elektrischen Motor und so gleiten wir fast geräuschlos durch den gerade wach werdenden Dschungel. Die spannenden Erklärungen von unserem Gastgeber und Phasen des Lauschens wechseln sich ab. Die Geräusche und die Beobachtungen übertreffen alles bisher erlebte. Unzählige Vögel, Schmetterlinge, Leguane in verschiedenen Farben und Größen, Kaimane, Wasserschildkröten und in den hohen Baumkronen schwingen die Klammeraffen (auf englisch passenderweise Spider Monkeys) von Ast zu Ast. Eine Bootsfahrt, die für 3 Stunden geplant (und bezahlt) war und nach über 4 Stunden wieder am Steg unserer Unterkunft endete. Wir überglücklich, die Kameras und das Wahrnehmungszentrum im Gehirn übervoll mit wunderschönen Eindrücken. Natur macht einfach glücklich!  

Morgendliche Bootstour mit Raphael

Da wir den Eintritt in den Nationalpark für den gesamten Tag bezahlt haben, gehen wir am Nachmittag zu Fuß in den Dschungel. Und was finden wir am kilometerlangen Strand? Frische Spuren von einem Jaguar. Und einige Meter weiter zeugen verwesende Schildkrötenpanzer von ihrem Jagdverhalten. Claire erklärt uns am Abend, dass in der Schildkrötensaison etwa 60 – 80 Jaguare hier leben und jagen. Jetzt sind es deutlich weniger, aber sie kommen auch ins Dorf um dort eventuell den ein oder anderen Hund oder ein Huhn zu jagen. Sie zeigt uns Videos von einer Nachtkamera, die erst wenige Wochen alt sind. Direkt an unserer Hütte schreitet ein Jaguar gelassen durch die Gegend! Wunderschön! Aber leider sehen wir keinen live. Nur ungern verlassen wir dieses Paradies in Tortugero, jedoch ist der Reiz noch mehr vom Land zu sehen größer.

Jaguarspuren im Sand
Einen sehen wir doch 🙂

Die Karibische Seite gefällt uns wider Erwarten nicht so gut, hier regnet es doch tatsächlich auch… So beschließen wir die letzten gemeinsamen Tage auf einem Campingplatz in Pochote direkt am Strand zu verbringen. Den Platz hatten wir bei einer unserer Fahrradtouren vor ein paar Wochen entdeckt. Er ist nur 16 Kilometer von Wilma & Franco entfernt auf der Nicoya Halbinsel. So queren wir Costa Rica von der Karibik bis zum Pazifik an einem Tag und durchfahren dabei wieder einige Klimazonen. Bei 24 Grad in den Bergen beginnen wir schon fast zu frösteln.

Wir bauen auf dem Campingplatz in Pochote unsere Zelte auf und verbringen die Tage mit Schwimmen im Meer, Yoga, Lagerfeuer am Strand, Nixtun, frische Früchte essen und sind unglaublich angekommen im landestypischen „Pura Vida“.

Lagerfeuer mit Würstchengrillen am Strand – DAS IST GLÜCK!

Unser Besuch auf dem Playa Muertos, einem Traumstrand zu dem wir mit dem Boot gebracht werden hat leider einen kleinen Wermutstropfen. Robert verliert seine Brille. Was sind wir erstaunt, als wir einige Tage später im Optikergeschäft in Puntarenas eine entspiegelte Gleitsichtbrille inkl. Gestell für 130 Euro kaufen können. Roberts alte war eh schon ziemlich verkratzt 🙂

Playa Muertos – irgendwo da liegt die Brille von Robert

Die schöne Zeit mit Jeanette geht zu Ende und wir sind wieder zurück bei unseren Workaway Gastgebern Wilma & Franco. Unsere Motorräder sind inzwischen in Südkorea und warten auf ihre Weiterreise nach CR. (wir auch :-)). Die erwartete Ankunft hat sich zwischenzeitlich schon auf Anfang Mai verschoben!

Bis dahin haben wir noch so einiges vor – aber davon berichte ich wohl nächstes Mal…

ride2seetheworld

Ein Kommentar

  1. Pingback: Ein Blick zurück und natürlich auch nach vorn - ride2seetheworld

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