Samarkand und das Grenzgebiet

Heilige Wasser von Usmat, Bienentrucks, Temperaturen von 40 bis 7 Grad, getrocknete Kefirkugeln, Wasserquerungen, Wildcamping…. Usbekistan hat das schlechteste Internet von allen Ländern, die wir bisher bereisten. Und wen treffen wir auf unserem Weg in den Zaamin Nationalpark? Mukhammad Usmonov, der gerade eine Telekommunikationsfirma aufbaut, die das Monopol von Uztelekom durchbrechen wird. Wie trifft man einen solchen Mann? Wir stehen einfach mit unseren Motorrädern am Straßenrand und er hält an und läd uns zu sich nach Hause ein. Wir sind unterwegs mit Patric und mit Adrian, 4 x BMW, 4 x die gleichen Ziele für die nächsten Wochen. Bei Mukhammad…

1001 Nacht Romantik – aber auch harter Alltag in Usbekistan

Von Chiva aus fahren wir nach Buchara, die Fahrt führt wieder zum großen Teil durch Steppe. Flach, trocken, heiß und wenig Leben. Die Überquerung von Flüssen ist hier ein echtes Highlight. Im Umfeld ist die Natur grün und die Brücken sind fast alle etwas speziell in Usbekistan. Auf dem Weg nach Buchara fahren wir über eine Eisenbahnbrücke. In der Stadt treffen wir uns wieder mit John und Edwin, unseren holländischen Freunden von der Fähre mit denen wir einige Tage zusammen durch Kasachstan gereist sind. Wie schön, immer wieder Zeit mit den beiden zu verbringen – Freundschaften auf Reisen bekommen einen…

Chiva und unser Frank Walter

Auf dem Weg von Nukus nach Chiva (Xiva) überqueren wir einen Fluß auf einer abenteuerlichen Brücke, bestehend aus alten Schiffsrümpfen. Die Straßenverhältnisse erfordern unsere volle Konzentration und Daffy & Dakys ganze Stärke. So viele, so tiefe Schlaglöcher auf so langer Distanz hatten wir bisher auf unserer gesamten Reise nicht. Immer wieder versuchen wir die Spur neben dem Asphalt (oder besser gesagt: den Asphaltresten) zu nehmen, da es sich auf Schotter und Sand einfach besser fahren lässt als auf diesen kaputten Straßen. Das gelingt aber nicht immer und so werden mal wieder unsere Stoßdämpfer und unsere Rücken heftig beansprucht. Puh! Die…

Usbekistan – Kunst und Kultur

Die ersten Tage in Usbekistan sind voller Kunst und Kultur: wir schlafen in einer Jurte, kommen zufällig bei einer Probe zu einem Folkloretanz vorbei, der eine Hochzeit darstellt, schauen uns einen Friedhof an, verkleiden uns im Guesthouse mit der traditionellen Kleidung und besichtigen ein Kunstmuseum in Nukus. Nukus ist 1932 gegründet und ist eine Stadt im typischen Sowjetstil – mit dem Lineal gezeichnet. Sie ist die Hauptstadt der Autonomen Republik Karakalpakistan (aber das wusstet ihr sicherlich 😊) nicht weit entfernt von der Grenze zu Turkmenistan im Süden und vom Aralsee im Norden. Das Kunstmuseum hier ist eine wirkliche Besonderheit: es…

Kasachstan

Die Fähre von Baku nach Aktau ist ein echtes Abenteuer. Sie quert das Kaspische Meer von Aserbaidschan nach Kasachstan. Zunächst einmal fährt sie nicht in Baku ab, sondern etwa 70 km entfernt in der Nähe von der kleinen Stadt Alat. Und sie kommt auch nicht in Aktau an, wie vielleicht der Name der Fährverbindung vermuten lässt. Sie kommt etwa 80 km entfernt von dort an. Beide Häfen sind weit entfernt von einer Stadt – irgendwo im nirgendwo. Für die Fähre gibt es keinen Fahrplan und niemand kann uns wirklich genau sagen wann sie losfährt. Wir telefonieren am Mittag mit dem…

Baku

Die Hauptstadt von Aserbaidschan ist glänzend! So vieles in dieser Stadt ist entweder neu & designt oder modernisiert & restauriert. Die Altstadt wurde komplett wiederaufgebaut und gehört zum Unesco Weltkulturerbe. Jede Baustelle ist mit schön bemalten Schutzfolien abgedeckt, die Tribünen in der Stadt von der Formel 1 werden gerade an den 4 – 6 spurigen Prachtstrassen wieder abgebaut, Horden von einheitlich gekleideten Gärtnerinnen pflegen und bewässern die zahlreichen Parks, die Promenade am (gepflasterten) Meeresufer wird teilweise mit leiser Musik und überall mit kostenfreiem WLAN versorgt, die vielen großen Springbrunnen in der Stadt spenden angenehme Luftfeuchtigkeit im warmen Frühsommer, die Menschen…

Das schönste Hotel der Welt

Auch nach über 7 Monaten unterwegs, ist für uns noch immer der schönste Übernachtungsplatz: die freie Natur. Hier in Aserbaidschan haben wir mal wieder einen „10.000 Sterne Deluxe“ – Platz gefunden für unsere Villa Verde, für unser Zelt. Aber lasst mich zuerst noch etwas von den letzten Tagen erzählen: Nachdem wir uns Seki angesehen hatten, machen wir uns auf und fahren weiter in die Berge nach Lahic. In Aserbaidschan bestehen Restaurants fast immer aus vielen kleinen Hütten und/oder Pavillons. Es ist eher unüblich, dass alle Tische in einem Raum oder auf einer Terrasse stehen. Zwischen den einzelnen Tischen ist enorm…

Die Grenze zwischen Georgien und Aserbaidschan

Zwei Wochen waren wir in Georgien. Es hat uns gefallen, die Landschaft ist schön, das Essen ist echt lecker und Tiflis ist auf jeden Fall sehr sehenswert. Doch Georgien hat es nicht geschafft, uns in dieser Zeit zu begeistern. Vielleicht war der Kontrast zur freundlichen Türkei einfach zu groß? Oder wir waren nicht zur rechten Zeit am richtigen Platz? Schwer zu beurteilen… Von Tiflis aus fahren wir die „berühmte“ russische Heerstraße. Die Straße ist schön, da sie jedoch eine wichtige Transitstrecke von Georgien nach Russland ist, sind wir dort nicht allein unterwegs 😊 Die Lkw´s und die eiligen Georgier helfen…

Tiflis

Vorgestern war in Georgien Ostermontag! Ja – ihr habt richtig gelesen: Der orthodoxe Ostermontag war am 29.04.2019, also in diesem Jahr eine Woche nach unserem Osterfest. Und was machen die Georgier an diesem Feiertag? Sie gehen alle (!) auf den Friedhof und essen und trinken am Grab ihrer verstorbenen Verwandten und schmücken es mit Blumen. Noch nie habe ich so viele Menschen auf den Friedhöfen gesehen. In Tiflis sind wir an einem Friedhof vorbeigefahren, an dem nur für diesen Tag die Straße eine Einbahnstraße wurde, um den Verkehr einigermaßen in den Griff zu bekommen. Bilder habe ich davon keine gemacht…

Georgien im Frühling

Man fährt über eine Landesgrenze und innerhalb von ganz kurzer Zeit ist alles anders. Das fasziniert uns noch immer. Die Grenze von der Türkei nach Georgien ist wieder so ein Beispiel. Schlagartig wird in Georgien der Verkehr chaotischer, wir werden wild überholt und abgedrängt, auf den Straßen laufen sehr viele Kühe in aller Gemütsruhe durch die Gegend, die Landschaften sind in üppigem Grün und die Natur sieht wild und unberührt aus. Wir sehen nur noch sehr wenige Moscheen, doch einige schöne Kirchen. Die Georgier winken nicht so freundlich wie die Türken und die Teehäuser sucht man leider auch vergeblich unterwegs….