Unsere Bikerherzen schlagen wieder höher…

So ein unglaublich toller Tag gestern! Wir starten von der Westküste Norwegens im Regen (wie schon in den letzten 6-8 Tagen) und sind uns ziemlich sicher, dass wir solche Highlights wie Trollstigen und Geiranger Fjord bei diesem Wetter einfach links liegen lassen und direkt zu unseren norwegischen Freunden fahren. Nach einigen Kilometern Fahrt sehen wir die Spitzen der Berge, die alle mit Puderzucker überzogen sind und fühlen uns in unserem Entschluss bestärkt! Wir werden nicht die Trollstigen hochfahren. Immerhin überwindet diese Straße in kurzer Zeit 405 Höhenmeter und wie wir von unten sehen können, sieht es da oben sehr weiß…

In den Süden…

Von den Lofoten fahren wir in Richtung Süden. Die Temperaturen und der regelmäßige Regen bestätigen unseren Entschluss, keine zusätzlichen Schlenker einzubauen. Wir sind einfach recht spät dran für einen ausgiebigen Norwegenbesuch. Wir werden wiederkommen und uns für die Mitte und den Süden des Landes mehr Zeit nehmen. So fahren wir abwechselnd die Traumstraße direkt am Atlantik oder die E 6 etwas weiter im Landesinneren (so breit ist Norwegen hier nicht). Wir schlafen einige Male im Zelt trotz der Temperaturen. In Svartisen halten wir am Strassenrand und sehen ein paar Gletscherarme vom zweitgrößten Gletscher Norwegens. Genau dort schlagen wir das Zelt…

Berge, Meer und noch viel mehr

Berge, die bis zu 1200 Metern aus dem Meer in den wolkigen Himmel ragen, zackige Felsen, saftiges Grün und bunte Fischerhäuschen. Das sind die Lofoten. Eine Inselgruppe, die aus 80 Inseln besteht und sich über 200km ins Nordmeer hineinstreckt. Wir fahren über viele Brücken, queren manchen Tunnel und dazwischen immer wieder direkt am Wasser entlang – am Fjord, am Meer, am See. Die Gegend ist wunderschön und wir sind froh, dass Daniela und Wolfgang von discerveringtheworld.de die Idee hatten für 4 Tage gemeinsam ein Haus zu mieten. Wir kochen täglich zusammen, erzählen uns Geschichten von unserer Reise, die im letzten…

Wir sind am Nordkapp

Das Motorradfahren macht wieder richtig Spaß, das Meer tobt, die Farben sind unglaublich leuchtend, die Konturen klar und es ist kalt. Willkommen in Norwegen! Wir erreichen eines der Traumziele für viele Motorradreisende an unserem zweiten Tag in Norwegen. Das Nordkapp! Ein Kap, welches in das Nordpolarmeer hineinragt und auf der Insel Mageroya liegt. Die Insel ist durch einen fast 7 Kilometer langen Tunnel zu erreichen, der unter dem Meer langführt. Deshalb gilt das Nordkapp als der nördlichste vom Festland auf dem Straßenweg zu erreichende Punkt Europas. Am Tag unserer Anreise von Finnland ist es so stürmisch, dass es fast keine…

Der Sommer geht zu Ende in Lappland

Deutlich erkennen wir die Zeichen – im Norden von Finnland beginnt es zu herbsten… Hier sind tatsächlich schon einige Birken gelb, die Temperaturen fallen auf eine Tageshöchsttemperatur von 14 Grad und für Donnerstag sind maximal 11 Grad angesagt. Ein Finne mit dem Namen Mikka 😊, den wir an einem See getroffen haben, erzählte uns das die Entenjagdsaison vor 2 Tagen gestartet ist. Bereits vor Tagen sind uns auf dem Weg nach Norden riesige Schwärme von Störchen entgegengeflogen und tatsächlich haben wir gestern die Männer vom Straßenbauamt gesehen, wie sie rot-weiße Schneestangen neben die Straßen setzen. Deshalb haben wir in einem…

Inselhopping in Estland

Wir konnten uns nicht entscheiden, welche Insel in Estland wir uns ansehen wollen. Estland hat über 2000 Inseln und einige davon sind auch bewohnt. Also haben wir uns einfach für drei entschieden und sind zunächst auf Khinu, dann auf Saareema und als letztes auf Hiiumaa gewesen. Khinu ist die kleinste der dreien und hat wirklich etwas ganz Besonderes zu erleben. Von den 700 Einwohnern auf der Insel fahren besonders die Frauen mit alten Ural-Gespannen auf der Insel rum – und das auch noch gern in traditionellen, gewebten Röcken. Und tatsächlich erleben wir gleich einige Einheimische bei einem Konzert, teilweise auch…

Lettland – wir suchen die Kontraste

In Lettland haben wir in einer Woche so wenig gesehen, wie schon lange nicht mehr in einem Land – und hatten dabei eine unglaublich schöne Zeit. Durch einen Zufall sind wir in Zasa bei Hardy an der Mühle gelandet. Und sind dann gleich mal 6 Tage geblieben. Wer einen Campingplatz sucht, auf dem maximal 4 bis 5 Camper und 2 -3 Zelte Platz haben, in totaler Ruhe an einem See, mit Storchennest, super geschmackvollen Duschen und Toiletten, einer Mühle von 1887, die im Stadium zwischen Museum, Veranstaltungsraum und Baustelle ist und mit dem wohl nettesten Gastgeber der Welt. Der wird…

Danke Litauen

Litauen ist auf unserer Reise bisher eines der saubersten und gepflegtesten Länder. Wir sind immer wieder erstaunt, daß wirklich fast nirgendwo Müll rumliegt. Obwohl das Zelten und Campen überall erlaubt ist und oft  auch die Einheimischen zum Grillen oder Campen an die Seen kommen, ist alles sauber. So hatten wir an einem See „Nachbarn“ in Hörweite – 6 Jugendliche, die bis spät in die Nacht feucht fröhlich den Abend genossen haben. Am nächsten Morgen war alles sauber! Müll haben sie in zwei Mülltüten mitgenommen. Die öffentlichen Flächen in Städten und auch in Dörfern sind immer gemäht, die Pflastersteine unkrautfrei und…

Litauen

Ich sitze an der Memel und unsere Villa Verde steht neben mir – einfach so ins Gelände gestellt…. So lieben wir das! Die Memel wird ab hier Grenzfluss zwischen Russland und Litauen und wir werden auf der litauischen Seite weiter in Richtung Ostsee fahren. Den Weg hierher haben wir vor allem auf sehr kleinen Sträßchen gemacht, wovon einige unbefestigt waren. Einige wunderschöne Tage in Litauen liegen bereits hinter uns und das Land hat uns bereits eingefangen mit der Ruhe, Natur und der entspannten Art der Litauer. Coronabedingt ist noch immer sehr vieles leerer als sonst und so können wir auch…

Überraschend wenig Überraschungen

Wir lieben am Reisen das Erkunden von anderen Kulturen und fremden Ländern. Das macht es für uns so spannend und immer wieder überraschend. In den letzten 5 Tagen waren wir in Polen und es hat uns irgendwie überrascht, wie vieles in diesem Land Deutschland ähnelt. Natürlich kennen wir die Vergangenheit Polens und wissen um die vielen Jahre als es hier Deutsch war, jedoch hatten wir trotzdem mehr Unterschiede erwartet. Oft fahren wir durch Ortschaften oder Gegenden und sagen: das könnte jetzt auch irgendwo in Deutschland sein. Manche Häuser sind verfallener oder weniger gut in Schuß als bei uns im Land…