Das Ende der Seidenstraße

Wir haben es bis ans Ende der Seidenstraße geschafft! Xi’an ist das östlichste Ende der Seidenstraße und hierher führten früher viele Karawanen. Auch unsere kleine Karawane ist hier angekommen… Heute ist Xi’an eine sehr turbulente, moderne chinesische Stadt mit über 7 Millionen Einwohnern und wir radeln uns hier den Popo wund! 😊 Naja – nicht ganz… Aber der Umstieg vom Motorrad auf das Radel war schon für manche etwas anstrengend. Auf der Stadtmauer kann man 13 km um die Innenstadt herum radeln und sich die gigantischen Ausmaße einer chinesischen Stadt auch mal ganz in Ruhe ansehen. Diese irre vielen Hochhäuser!…

Spektakuläres China!

Die Tunnelstraßen im Taihang Gebirge und die Terrakotta Armee waren unsere spektakulären Highlights in den letzten Tagen. Das „alltägliche“ China fasziniert uns nicht minder! Fang ich doch mal mit den Highlights an: Unser Guide Yingchu ist selbst begeisterte Motorradfahrerin und hat daher mal kurzerhand unsere geplante und genehmigte Route umgeschmissen und ist mit uns durch die Tunnelstraßen im Taihang Gebirge gefahren. Für jede der vier Straßen benötigte sie von einem anderen zuständigen Manager eine Genehmigung und an manchem Schlagbaum gab es trotzdem noch lange Diskussionen. Aber sie hat alles gemeistert und uns so ein absolut unvergessliches Erlebnis ermöglicht! Die Straßen…

Willkommen in einem anderen Jahrtausend

WOW! Noch nie war für uns ein Grenzübertritt so extrem wie an der Grenze zwischen der Mongolei und China. Zwei Welten und gefühlt auch zwei verschiedene Jahrtausende innerhalb von wenigen Stunden…. Vom bevölkerungsärmsten Land der Welt in das bevölkerungsreichste Land der Welt. Und was uns noch krasser auffällt: Von einem industriell sehr wenig entwickeltem Land in ein absolut hochtechnisiertes, sehr weit entwickeltes Land (zumindest in den Städten). Mir kam dabei in den Sinn, dass meines Wissens das Wort „überentwickelt“ nie in Bezug auf ein Land benutzt wird! Das Wort „unterentwickelt“ wird so oft benutzt wenn die Technik, der Verkehr und…

Die Wüste Gobi

36.000 km ohne Pannen – 36.000 km ohne Platten – 36.000 km ohne Verletzungen! ….und dann fuhren wir in die Gobi! Die Wüste Gobi ist etwa 5 mal so groß wie Deutschland und liegt in der Mongolei (im Süden und Osten) und in China. In der Mongolei besteht sie hauptsächlich aus Steppe, Fels und Geröll und nur 3 % der Wüste sind Sanddünen. Die bekannteste Sanddüne ist die Khongoryn Els, die bis zu 300 Meter hoch ist, über 100 Kilometer lang und etwa 12 Kilometer breit. Wir durchfahren diese lebensunfreundliche Region zusammen mit Dino. Nachdem wir bereits in Griechenland und…

Im Land der zornigen Winde

Zur Zeit lesen wir ein Buch von einem mongolischen Autor: Im Land der zornigen Winde! „Wir lesen“ bedeutet: Barbara liest Robert vor. Das Buch erklärt uns viel über die Denkweisen der Tuwa (ein mongolischer Nomadenstamm) und das hilft uns so manches zu verstehen. Wir erfahren hier ein so anderes Verhalten der Menschen, als in den letzten Ländern. Die Mongolen erleben wir viel zurückhaltender, schüchterner und für uns schwieriger zu verstehen. Auch die nonverbale Kommunikation ist nicht immer leicht. Ein Beispiel dafür ist das Winken. In vielen Ländern wurde uns bereits von weitem zugewunken und wir haben uns jedes mal sehr…

HU Treffen in der Mongolei

Bereits während unserer Fahrt haben wir vom Fernreisenden Treffen in Ulan Bator gehört und beschlossen: Da wollen wir unbedingt dabei sein. Daher mussten wir uns unterwegs ziemlich beeilen. Von Alamaty in Kasachstan bis in die Mongolei haben wir einfach noch mal einen Zahn zugelegt und sind darüber auch sehr froh. Dieses Erlebnis war etwas ganz Besonderes für uns. Und wir sind noch immer in der River Point Lodge! Vor unserer Reise hatten wir in Deutschland und in der Schweiz bereits ein paar solcher Meetings besucht und jedesmal tolle Kontakte geknüpft. HU steht für Horizon Unlimited, ein internationales Forum für Fernreisende…

Nomaden

In der Mongolei leben ungefähr 3 Millionen Menschen auf einer Fläche, die etwa viereinhalbmal so groß ist wie Deutschland. 40 % der gesamten Bevölkerung leben in der Hauptstadt Ulaanbatar. Somit ist die Mongolei das am dünnsten besiedelte Land der Welt. Da ist es wirklich nicht schwer, in diesem unglaublich weiten Land ruhige und einsame Stellen für die Nacht zu finden. Wir bauen fast täglich unsere Villa Verde in mitten von nach Kräutern duftenden Steppen- und Graslandschaften auf und verbringen die Abende mit dem Beobachten von Adlern, Schwalben, Erdmännchen oder Wüstenmäusen. Das ist wunderschön, beruhigend und einsam. Wir möchten aber auch…

We are in Mongolia!

Die ersten Tage in der Mongolei verbringen wir mit Claudia und Flo und erleben gleich etwas wirklich Außergewöhnliches: In Ölgii findet ein riesiges Fest statt. Ein reicher Mongole, der in Kasachstan zu Geld gekommen ist, läd zu Ehren des 75. Geburtstages seines Vaters alle Bewohner der Gegend ein. Es gibt kostenfreies Essen in den vielen Jurten, Ringkämpfe, Singwettbewerbe, Pferderennen und tausende sind gekommen um dabei zu sein. Wir auch! Es gibt so unglaublich viel zu sehen und so wie wir überall mit einem freundlichen und manchmal schüchternen „Hello“ neugierig beobachtet werden, so beobachten wir die Mongolen. Viele sind mit Zelt…

Ganz kurz in Russland

Um von Kasachstan in die Mongolei zu kommen, gibt es nur den Weg über Russland. Auf der Karte sieht es aus, als ob sich die beiden Länder berühren – es sind jedoch noch 40 km chinesische Grenze dazwischen. Wir nehmen diesen kleinen Abstecher durch Russland gern in Kauf und machen auf den 1100 km durch Russland wieder nur positive Erfahrungen. Ok – um ehrlich zu sein: die Grenzer bei beiden Grenzübertritten waren die bisher unfreundlichsten auf unserer gesamten Reise und bei der Ausreise haben wir erlebt, was es bedeutet als Ausländer schlechter behandelt zu werden als alle russisch sprechenden Reisenden….

Ein heisser Ritt

Wir waren 3 Tage in Almaty, aber ehrlicherweise muss ich gestehen: wir haben nicht viel von der Stadt gesehen. Bei den Freeriders konnte Robert in der Werkstatt schrauben: an einem Koffer gab es einen Riss, der geflickt werden wollte und die Luftfilter reinigen, Kette spannen, alles kontrollieren, usw. Und Barbara konnte im Freerider Hostel auf der Terrasse sitzen und lesen. Abends ein Bierchen im Freeriders Pub… Außerdem gab es mal wieder so allerhand zu erledigen wie z.B Wäsche waschen, Friseurbesuch für Robert, „Speisekammer“ (der gelbe Packsack) mal ordentlich reinigen und Barbara durfte sich mit ihrer neuen Kamera vertraut machen 😊….