Mikroabenteuer

Letzte Woche habe ich ein neues Wort gelernt: Mikroabenteuer!

Das musste ich mal gleich bei Wikipedia nachschlagen:

Mikroabenteuer kommt aus dem englischen microadventure. Geprägt wurde der Begriff von dem britischen Abenteurer und Schriftsteller Alastair Humphreys. Humphreys definiert den Begriff als Abenteuer, die jeder im Alltag und in seiner Umgebung erleben kann, als Outdoor-Erlebnis vor der eigenen Haustür, wortwörtlich als „Adventures that are close to home“.

Irgendwie finde ich es besonders in unserer Situation sehr lustig, sich ein paar Gedanken über das Wort „Abenteuer“ zu machen. Was ist eigentlich ein Abenteuer? Deshalb habe ich auch das gleich mal bei Wikipedia nachgeschlagen: „Als Abenteuer (lateinisch advenire ‚Ankommen‘ und adventus ‚Ankunft‘; mittelhochdeutsch: aventiure) wird eine risikoreiche Reise oder eine risikoreiche Erkundung eines Gebiets oder einer Räumlichkeit bezeichnet, die sich stark vom Alltag unterscheidet. Es geht um das Verlassen des gewohnten Umfeldes und des sozialen Netzwerkes, um etwas Wagnishaltiges zu unternehmen, das interessant, faszinierend oder auch gefährlich zu sein verspricht und bei dem der Ausgang ungewiss ist.

Was fühlt sich für uns nach Abenteuer an? Wenn man schon viele Abenteuer erlebt hat – verändert sich dann das Gefühl dafür was ein Abenteuer ist?

Soviel ist schon mal klar: Für uns ist es sicherlich nicht mehr sehr außergewöhnlich eine Nacht im Zelt auf unserem Streuobstwiesengrundstück zu verbringen. Am Lagerfeuer zu sitzen, ein Steak zu grillen und ein Bierchen zu trinken. Im Vergleich dazu, hatten wir schon einige sehr viel außergewöhnlichere Abende und auch das Zelten ist schon fast Routine für uns geworden. In den letzten 18 Monaten auf Reise waren wir mehr im Zelt als in einem Zimmer.

Jedoch gehört diese Freiheit draußen zu sein und im Zelt zu schlafen noch immer zu den Momenten, die uns ausgesprochen glücklich und dankbar machen. Auch wenn es entgegen der Definition von Wikipedia nicht risikoreich ist, fühlt es sich auf jeden Fall wie ein kleines Abenteuer an. Spannend, lebendig, abwechslungsreich, unvorhersehbar und interessant! Und vor allem ist es kein Vergleich zu einem faulen Abend auf dem Sofa vor dem Fernseher!

So ist es auch für uns noch immer ein Verlassen des gewohnten Umfeldes und begeistert uns deshalb sehr. Z.B. Als wir beim letzten Zelten, irgendwann ganz still am Feuer saßen, um einer Nachtigall zu lauschen, die uns ihr wunderschönes, abwechslungsreiches Lied trällerte. Einfach faszinierend, wie viele verschiedene Tonfolgen so eine Nachtigall zwitschern kann!

Viele aufregende Lebewesen haben wir auf unseren Mikroabenteuern in den letzten Wochen beobachten können: Gefährliche Blindschleichen, riesige Wildschweine, pfeilschnelle Rehe, gestrickte Gnome, wachende Zwerge, langbärtige Riesen, Schafe mit pinken Punkten, Lamas – seht selbst:

Mohnblumen im Gegenlicht

Zum Glück haben wir auch in Deutschland zwei Motorräder, so können wir die Gegend erkunden und Motorradtouren machen. Toni ist die große GS von Robert, von der er sich vor unserer Abfahrt nicht trennen wollte und unsere dritte Dakar, war als Ersatzteilträger komplett funktionstüchtig im Keller und musste nur angemeldet werden. So können wir beide hier auch fahren – hinten drauf mag keiner von uns sitzen. Unsere Touren durch Deutschland zeigen uns wieder und wieder, wie schön unser Land ist! Die Mosel, der Rhein, rund um den Neckar…..

Familientour mit Sohn Niklas auf 3 Mopeds
Burg Pfalzgrafenstein bei Kaub
Fähre bei St. Goar
Wunderschön an der Mosel

Manchmal wechseln wir aber auch unseren Untersatz. So sind wir viel mit dem Fahrrad oder auch mit unserem Boot unterwegs. Wirklich ein Luxus, was wir so alles im Keller stehen haben.

Mit dem Radel durch den Wald bei Altenstadt
Wasserrad bei Bad Nauheim
Keltische Kunst“ in der Nähe
Bootstour auf der Lahn
Schleusen machen es noch spannender

So suchen wir uns jetzt zuhause die Mikroabenteuer, um die Zeit bis zur Fortsetzung unserer Reise interessant und faszinierend zu gestalten und nicht auf dem Sofa zu vergammeln.

Welches Mikroabenteuer hat euer Leben in den letzten Wochen spannend gemacht?

ride2seetheworld

1 comment

  1. Gruss inzwischen auch aus Deutschland
    Shyam aus MaeSot

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