Hier in Albanien haben Sie jetzt einen Freund…

Von Berat aus fahren wir in die Berge zum Ohridsee, der auf 800 Meter Höhe im Grenzgebiet von Griechenland, Nordmazedonien und Albanien liegt. Dort finden wir einen ruhigen Campingplatz, wo wir mal wieder (fast) die einzigen Gäste sind. Die Gegend gefällt uns sehr gut und wir bleiben 4 Tage dort. Am See können wir schon im T-Shirt liegen und auf der Sonnenterasse des nahen Restaurants verbringen wir manche Stunde. Dort werden wir mehrfach eingeladen – an einem Tag zum Kaffee und an einem anderen zum Raki. Und wir essen dort fantastische Forelle auf Zwiebeln, Walnüssen und Orangen. Traditionell albanische Variante… Ansonsten erleben wir nicht so viel, wir gehen spazieren und sind faul.

Die Fahrt zum Ohridsee
Wunderschöne Tage am Ohridsee
Das Wasser ist unglaublich klar
Unser Restaurant in der Nähe vom Camping Erlin
Forelle mit Zwiebeln, Walnüssen und Orangen

Doch Robert erlebt auf dem Weg zum Frisör eine Geschichte, die ich euch erzählen möchte: Auf der Suche nach einem Frisör übersieht er ein Einbahnstraßenschild und wird von einem Fahrradfahrer freundlich darauf aufmerksam gemacht. Sofort hält er an und fragt den Fahrradfahrer, ob er einen Frisör in der Stadt kennt. Dieser telefoniert und zeigt Robert an, ihm zu folgen, er fährt mit dem Rad voraus… Ca. 5 Minuten später stehen sie vor einem Frisörladen, den man von außen als Fremder wohl nicht als solches erkannt hätte. Der Fahrradfahrer klärt für Robert ab, wann er drankommen kann und als Dank möchte Robert ihn zu einem Kaffee einladen. Das klappt natürlich nicht – der Albaner lässt sich nicht einladen, sondern er läd Robert ein! Die meiste Kommunikation im Kaffee zwischen den beiden läuft über google translator. So auch der Satz: „Hier in Albanien haben Sie jetzt einen Freund namens Ilir“ Um 11 Uhr geht Robert wie verabredet zu seinem Frisörtermin und verabschiedet sich von seinem neuen Freund Ilir. Als er dann später den Frisör zahlen möchte, sagt dieser: das hat ihr Freund bereits erledigt!!!

Wir haben in Albanien ausschließlich super nette und freundliche Menschen getroffen, viele winken, heben den Daumen oder lächeln uns an. Und Ilir hat stellvertretend für seine Landsleute noch das I-Tüpfelchen drauf gesetzt, in dem er Robert zuerst zu einem Kaffee und dann zu einem Frisörbesuch eingeladen hat. Unglaublich!   Was ist uns sonst noch aufgefallen in Albanien?

Unglaublich viele Albaner fahren Mercedes! Und noch mehr Albaner waschen regelmäßig ihre Autos. Noch nie haben wir so viele Autowäschen in einem Land gesehen… Die meisten Häuser und Gärten sehen sehr ordentlich aus und es wird gewerkelt und renovieren. Jedoch außerhalb der privaten Grundstücke, ist das Land an vielen Stellen total vermüllt. Das ist so schade….

Typisches Straßenbild in Albanien
Die Häuser sehen oft aus wie neu
…doch viel Müll liegt rum
Im Land sieht man viele Moscheen und auch Kirchen

Heute sind wir noch weiter am Ohridsee entlanggefahren und haben dabei einige Kilometer in Nordmazedonien gemacht. Wunderschöne Berglandschaften – mit teilweise noch geschlossenen Passstraßen 😊 Wieder ein spannendes Land – welches den Namen Nordmazedonien offiziell gerade seit 4 Wochen trägt.

Ohridsee ist von allen Seiten schön 🙂
Museum in Nordmazedonien
Dieser Pass ist gesperrt….

Jetzt sind wir in Griechenland…. JAMAS!

ride2seetheworld

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