Wir machen Urlaub

Das klingt für manchen bestimmt komisch, aber die Tage in Luang Prabang fühlen sich für uns wie „Urlaub“ an. Wir bleiben 12 Tage im Moon’s Hotel und Daffy & Daky stehen gewaschen vor der Tür und werden (fast) gar nicht bewegt. Jeden Morgen bekommen wir ein Frühstück serviert, wir schlendern entspannt durch die Stadt, gehen täglich in ein Restaurant zum Essen, fahren mit dem Tuck-Tuck, machen mit bei einer organisierten Tour und unsere Aktivitäten ähneln denen der anderen Touristen hier. Wir sind im Urlaubsmodus….

Wie anders war das Leben, als wir noch im Zelt schliefen, täglich selbst kochten, immer auf der „Suche“ nach Lebensmitteln waren und auf ziemlich viel Komfort verzichten mussten (wie z.B. in der Gobi). Was soll ich euch sagen – wir vermissen es bereits jetzt!

Doch Luang Prabang und seine Umgebung hat wirklich so viele nette Ecken und nichts ist „zu touristisch“. Die meiste Zeit ist Sam auch in unserem kleinen grünen Hotel, sodass wir manche Aktivitäten gemeinsam machen können (wenn sie nicht zu früh morgens sind 😊).

Was waren unsere Highlights in dieser Zeit? Auf jeden Fall der Besuch im Elephant Village Sanctuary & Resort. Hier leben 10 Elefanten in einem riesigen Stück Dschungel und kommen täglich mit ihrem Mahout (Elefantenführer) über den Fluss, um von den Besuchern beobachtet, gefüttert und auch geritten zu werden. Wir wissen um die vielen Stimmen, die das Elefantenreiten verurteilen; wir haben es trotzdem gemacht. Diese Elefanten haben alle eine Vergangenheit in der Holzindustrie und haben früher Bäume aus dem Wald gezogen. Sie werden jetzt im Elephant Village gepflegt, ärztlich betreut und leben die meiste Zeit in ihrem Dschungel. Zum Baden und Reiten für die etwa 15 -20 Besucher am Tag werden ihnen weder Ketten, noch Sättel angelegt. Irgendwo habe ich gelesen, dass wir Menschen sie durch das Reiten unterwerfen – ja, das stimmt wohl. Was machen wir eigentlich mit Pferden, Kamelen und Eseln wenn wir sie reiten? Wir haben den Tag mit den Elefanten sehr genossen und unser Geld wird dazu benutzt, dass die Tiere nicht weiter Bäume ziehen müssen – das ist wirklich Hölle.

Elephant Village
Die Mahouts queren den Fluss mit ihren Elefanten

Große Tiere durften wir dort erleben und ganz kleine haben wir gegessen! Als wir zusammen mit Sam unterwegs waren zu einem Wasserfall zum Baden verkauften dort die Einheimischen mal wieder so allerlei Souvenirs und Essbares. Unter anderem auch frittierte Insekten! Nach anfänglichem Zögern haben wir dann auch alle drei festgestellt: Kann man essen! Schmeckt nach nicht so viel (außer dem Frittierfett 😊) und knuspert ganz appetitlich. Die Laoten essen aber auch wirklich alles! Auf den Märkten finden wir so manches ungewohntes für uns: Lebende Wespenlarven, Eichhörnchen, Vögel, Schlangen, Insekten, wirklich alles vom Geflügel (inklusive Krallen und Schnabel) und manches was wir noch nicht identifizieren konnten.

Insekten als Snack
schmecken besser als sie aussehen…
Rice Wine mit Inhalt

Mit einem sogenannten „Slowboat“ schippern wir zwei Stunden über den Mekong zu den Pak Ou Höhlen. In diesen Höhlen befinden sich hunderte von Buddha Skulpturen und einige Schreine. Von unserem Guide erfahren wir, dass keine Skulptur hier jemals entfernt wird – egal wie verwittert sie ist. Ein besonderer Ort, der für viele Einheimische eine große Bedeutung hat und bereits von den laotischen Königen regelmäßig besucht wurde. Ich liebe solche Orte….

Die Fahrt mit dem Slowboat auf dem Mekong
Die Pak Ou Höhlen
Die Höhlen sind voller Buddhas

Ein besonderer Moment für uns war auch die Fährfahrt mit Daffy & Daky über den Mekong. Es gibt hier keine Brücken und so nutzen alle die kleinen Fähren um überzusetzen. Eine unserer Tagestouren haben wir extra so geplant, dass auch wir mit den Motorrädern über den Mekong schippern. Daffy & Daky fanden das auch aufregend, mal über diesen faszinierenden Fluss zu „fahren“😊  

Die Fähre über den Mekong
Entspannte Fährfahrt

Am nächsten Wochenende findet in Luang Prabang ein Fest statt: das Light Boat Festival. Wir haben schon überall die Vorbereitungen sehen können, da jede Familie, jedes Kloster und jedes Dorf in der Umgebung ein Boot aus Bambus baut, welches am 14.10. mit Kerzen auf den Mekong gesetzt wird. Wir sind schon super gespannt; denn wir fahren dann wieder hin und werden euch auch gern daran teilhaben lassen. Hier noch ein paar Bilder von unserer Zeit in Luang Prabang…..

Überall werden Boote gebaut für das Fest
junger Mönch beim Lernen
die Kleine verkauft Opfergaben (Blumen mit Bananenblatt umwickelt)
die drei kaufen ein…
Wir bestaunen die tolle Natur
Der Wasserbüffel ist 40 Jahre alt
Wir sind im Urlaubsmodus…

ride2seetheworld

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