Wir sind am Nordkapp

Das Motorradfahren macht wieder richtig Spaß, das Meer tobt, die Farben sind unglaublich leuchtend, die Konturen klar und es ist kalt. Willkommen in Norwegen!

Wir erreichen eines der Traumziele für viele Motorradreisende an unserem zweiten Tag in Norwegen. Das Nordkapp! Ein Kap, welches in das Nordpolarmeer hineinragt und auf der Insel Mageroya liegt. Die Insel ist durch einen fast 7 Kilometer langen Tunnel zu erreichen, der unter dem Meer langführt. Deshalb gilt das Nordkapp als der nördlichste vom Festland auf dem Straßenweg zu erreichende Punkt Europas.

Am Tag unserer Anreise von Finnland ist es so stürmisch, dass es fast keine Fotos gibt, da ich bei einem Fotostopp Schwierigkeiten habe, das Motorrad aufrecht zu halten. Tatsächlich können wir uns beide nicht erinnern, jemals bei einem solchen Sturm Motorrad gefahren zu sein. Mehr als einmal werden Toni und Pünktchen von einer Böe erfasst und einige Meter zur Seite versetzt. Die Fahrt ist unglaublich anstrengend und gleichzeitig so schön. „Riders on the Storm.“ Die E6 und die E69 sind sehr gut ausgebaute Straßen in Norwegen, die fast 200 km direkt am Meer entlangführen und wir sie fast für uns allein haben. Traumhafte Kulisse im Sturm! Auf dem Wasser kann man sehen, wie die Gischt hochgewirbelt wird.

Seht ihr den Wind?
Holzkirche am Wegesrand
Tolle Farben
Porsangerfjord – unser erster Fjord in Norwegen
Am Abend beziehen wir diese Hütte

Aufgrund des Wetters entscheiden wir uns für eine nette kleine Hütte im BaseCamp NorthCape, die 14 km vor dem Nordkapp liegt. Am nächsten Morgen hat sich der Wind etwas gelegt, und wir fahren bei 7 Grad Außentemperatur die letzten Kilometer bis zur berühmten Kugel. Warum so früh? Der Eintritt zu dieser „Attraktion“ (eine Metallglobus auf einem Kliff!!!) liegt bei über 20 Euro pro Person. Um das zu sparen, fährt man also am besten vor Öffnung des Kassenhäuschens hin und dann auch direkt vor die Kugel! So soll es sein fürs Foto!

Die Kugel am Nordkapp
Der Blick vom Nordkapp auf die Barentssee

Wie toll fühlt es sich an, dieses „berühmte“ Foto zu machen und dann noch ausreichend Zeit zu haben, für viel anderes sehr Sehenswertes. Wunderschön ist Kirkeporten – eine Felsbrücke etwas versteckt in einer Bucht, zu der wir hinwandern. Verliebt bin ich auch in die vielen freilaufenden Rentiere auf der Insel. Manchmal fühlen wir uns wie im Hochgebirge, die Vegetation ist karg, es ist immer Wind, die Straßen geschwungen, einige Seen – nur wenn dann der Blick aufs Meer schweift, erkennt man die Insel 😊

Kirkeporten mit Blick zum Nordkapp
Tolle Felsen
Kleine Pause
Wunderschöne Rentiere
Impressionen
Wir verlassen die Insel und fahren weiter durch Norwegen…

ride2seetheworld   

1 comment

  1. Hallo Barbara und Robert!
    So schön zu lesen dass es euch gut geht und ihr in so einen schönen Land unterwegs seid! Fahrt ihr uns gerade entgegen? Wir sind in Norwegen mit dem Auto auf Höhe Trondheim ungefähr….
    Haltet die Augen auf, wir ziehen nordwärts 😊
    Allzeit gute Fahrt! Viele Grüße von iris und Freddy mit Hund Ginny
    (Kennengelernt in Georgien, also nicht den Hund, sondern euch, ihr habt damals unseren Teilzeit Kangal adoptiert)

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