Sandokan – der Tiger von Malaysia

Ein Bild von Sandokan hatte ich als junges Mädchen mit Stecknadeln befestigt neben dem Kopfende meines Bettes hängen. Was war ich verliebt in den Mann mit diesen außergewöhnlichen Augen!

Jetzt laufen wir durch Melakka und plötzlich sehe ich ihn wieder! Nach etwa 40 Jahren. WOW – der Schwarm meiner Jugend in Übergröße an einer Hauswand. Erinnert sich noch jemand an den Tiger von Malaysia?

Dieses Bild hing an meinem Kopfende – SANDOKAN
In Melakka sehe ich ihn wieder

Unser Aufenthalt in Melakka war aber auch aus vielen anderen Gründen einfach schön. So viele nette Begegnungen, wie z.B. mit diesem Künstler, der Holzschuhe bemalt und lange mit uns in seinem Laden erzählt oder Francis, einem Maler, von dem ich ein Bild abkaufe und dann zwei Tage später als wir ihn zufällig wiedertreffen noch 3 kleine Bildchen geschenkt bekomme. Oder unser Gastgeber vom Guesthouse, der uns immer wieder mit Obst, den besten Tipps und viel Herzlichkeit versorgt.

Er bemalt Holzschuhe
verliebt in die Stadt…
Melakka

Die Atmosphäre in Melakka ist wirklich etwas ganz besonderes und so haben wir hier in Kuala Lumpur schon mehrfach gesagt: „Komm lass uns wieder nach Melakka fahren.“

Wir sind hier in der Hauptstadt von Malaysia, da wir Montag nachhause fliegen und vier Wochen Deutschlandurlaub machen werden. Freunde und Familie wiedersehen, den Geburtstag von Roberts Vater feiern und so manches Organisatorisches, was von Deutschland aus leichter ist, erledigen.

Kuala Lumpur ist groß, laut, voll und fängt uns mit seinem speziellen Charme nicht ein. Für Fotomotive ist es aber schon geeignet – besonders, da es aufgrund der schwülen Wetterlage immer wieder Gewitter gibt und dann das Licht schon wirklich besonders ist. Wir wohnen in einem Apartment in einem Hochhauskomplex in dem es einen Pool auf der 37ten Etage gibt. Das sind echt coole Aussichten.

Pool mit Ausblick – leer
Pool mit Ausblick mit Barbara
Kuala Lumpur im Gewitterlicht

Daffy & Daky stehen noch in der Tiefgarage, bevor sie am Montag zu Sunnycycle umziehen werden. Sunnycycle ist eine Motorradwerkstatt, in der Reisende ihre Motorräder kostenfrei parken können. Ein reisebegeisterter Besitzer, der anderen Reisenden hilft. Als wir dort anfragen wegen eines Stellplatzes für 4 Wochen, treffen wir auch gleich noch einen weiteren Motorradreisenden aus Dänemark, der zur Zeit dort seine Maschine repariert. Die kleine Welt der Overlander! Der Michael kennt den Tino und den Chris und die Laura…

Schön war auch das Wiedersehen mit Barbara und Urs, die wir in der Mongolei kennengelernt hatten und uns bereits in Laos und in Thailand wiedergetroffen hatten. Das 4te Land in dem wir uns sehen! So schnell wird es wohl nicht zu einem Wiedersehen kommen, da die beiden nach Afrika verschiffen und wir nach Australien. In Kuala Lumpur sind wir einen Tag lang gemeinsam mit den Beiden und mit Conny und Lutz unterwegs. Wir sind uns alle einig: wir sind einfach keine Großstadtmenschen. Auch wenn das kostenlose Busnetz in Kuala Lumpur uns das Erobern der Stadt leichter macht. Zu Fuß gehen, macht bei den Temperaturen von 35 Grad auch nur bedingt Spaß.  

Typisches KL Foto vor den Petronas Towers
Die älteste Moschee der Stadt
Petronas Towers vor dem Gewitter

Dienstag früh werden wir daheim sein. Irgendwie fühlt sich das noch so unwirklich an. Wir haben 17 Monate und 56.500 km gebraucht, um von Altenstadt nach Kuala Lumpur zu fahren und dann fliegen wir einfach in ein paar Stunden zurück. Unglaublich! Wir freuen uns riesig auf die Familie und die Freunde – und sind gespannt, wie es sich anfühlen wird, vier Wochen daheim zu sein.

ride2seetheworld

1 comment

  1. Hi Barbara, Hi Robert!
    Es ist Montag Abend und nach dem Lesen des vorläufigen Schlussberichtes KL, stelle ich mir gerade vor, wie es Euch morgen, Dienstag Früh in Frankfurt und danach zu Hause gehen wird. Drücke Euch die Daumen, dass der Kulturschock nicht zu gross werden wird.
    Euch tolle 4 Wochen mit/bei der Family.
    Liebe Grüße Rainer

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