Positiv
Positiv

Positiv

Sonntag 22 Mai 2022 – wir verlassen Mexiko! Der erste Flug morgens bringt uns von Veracruz nach Cancun und dann am frühen Abend weiter nach Frankfurt. Es geht mir nicht gut, mein Kreislauf ist irgendwie nicht stabil und ich bin so müde. Im Flieger klappe ich zusammen und die Stewardessen legen mich auf den Fußboden und legen mir die Füße hoch. Alle sind irgendwie ratlos was das sein könnte. Ich schiebe es einfach auf meine Traurigkeit dieses aufregende Land jetzt verlassen zu müssen.

Unser letzter Sonnenaufgang in Mexiko…

Die letzten Tage in Veracruz haben uns eine mexikanische Hafenstadt erleben lassen, der es ganz offensichtlich wirtschaftlich nicht gut geht. Viele Geschäfte und Restaurants sind geschlossen, die Schilder „se vende/zu verkaufen“ sind überall präsent und so manche Gebäude wirken richtig gespenstisch, da viele leer stehen.

Veracruz, nicht sehr schön aber super spannend
Mein Lieblingsbild aus der Stadt
Mauer-Kunst
leerstehende Bauprojekte (das Hochhaus)
Kontraste
Fischerboote und Hochhäuser
Am Hafen tragen die Männer einen Stahlträger
Das Denkmal wird geputzt
mobile Werkstatt
„Spielhölle“ auf mexikanisch

Wir schlendern einige Male an der langen Hafenpromenade entlang und beobachten. Am Wochenende ist (für uns völlig unverständlich) die Stadt sogar ein Ausflugsziel für Badetouristen, die mit Reisebussen angekarrt werden und der Strand ist voll mit Menschen. Wir schütteln den Kopf und fragen uns, warum jemand freiwillig in einer nicht sehr sauberen Hafenstadt einen Badeurlaub macht, wenn es doch so viele nette kleine Küstendörfer mit Traumstränden gibt – aber jedem das seine. Für die Stadt sind diese Touristen aber bestimt super wichtig und am Sonntag wird sogar die ufernahe Straße gesperrt für den Autoverkehr. Wir gehen hier jedenfalls nicht baden….

Der Strand in der Stadt ist voll am Wochenende
Am Abend wird Baseball am Strand gespielt

Als wir am Freitag Abend auf der Suche nach einem Restaurant sind, sehen wir von weitem ein sehr europäisch aussehendes Paar auf der Kaimauer sitzen. Da es hier so gut wie keine ausländischen Touristen gibt, fallen uns die zwei einfach sofort ins Auge. Ich sag noch so zu Robert: „die Verschiffen bestimmt auch ihr Reisegefährt“ und wir schlendern weiter in ihre Richtung. Unglaublich, aber wahr: wir kennen die zwei! Vor einigen Wochen haben wir Stefan und Annette in Oaxaca kennengelernt – und ja, die beiden verschiffen auch nach Cartagena, Kolumbien. Die kleine Welt der Reisenden! Gemeinsam finden wir ein Restaurant mit köstlichen Seafood und tauschen ganz viele Geschichten aus. Bestimmt sehen wir uns auf dem neuen Kontinent wieder….

Unsere Motorräder geben wir bei unserem Agenten Pepe ab. Tatsächlich bringen wir sie sogar schon offiziell zur Ausreisebehörde und bekommen unseren Pfand zurück, den wir bei der Einreise zahlen mussten. Unser Agent verstaut die Motorräder für die nächsten Tage noch in seiner privaten Garage und fährt sie dann in den Container. (geht in Mexiko wohl auch, wenn sie schon „ausgereist“ sind) Denn wir verlassen Mexiko bevor Daffy & Daky auf dem Schiff verladen werden, da wir am Wochenende in Berlin meinen Bruder mit seiner Familie zu einem Familienfest besuchen möchten.

Aber manchmal kommt es anders als man es sich denkt. Da wir einen Coronatest für die Familienfeier mitbringen sollen, gehen wir am Donnerstag fröhlich zum Testzentrum und tatsächlich ist Barbara positiv. (habe ich ja schon immer gewusst) Auch der nachfolgende PCR Test bestätigt das Ergebnis und so wird es Quarantäne statt Konfirmation.

Mir geht es gut, ich bin fast symptomfrei und nach der aktuellen Verordnung endet meine Quarantäne automatisch nach 5 Tagen, also heute. Dann habe ich ja jetzt einen „Genesenen Status“ – ohne richtig krank gewesen zu sein! Auch schön! Robert testet sich mehrfach, aber bei ihm bleibt das Resultat immer gleich „negativ“.

Und bei all dem geben wir uns große Mühe immer schön positiv zu denken….

Mohnblume mit Besucherin in Bad Nauheim

ride2seetheworld

Ein Kommentar

  1. Maria Roth

    Schone dich etwas Zuhause..
    Wenn wenn ihr wieder deutschen Boden unter den Füßen spürte.
    Ich hoffe ihr schreibt ein Buch..
    Ohr habt mehr zu Papier zu bringen wie ich.. Ich habe 6.Jahre an meinem Buch geschrieben..LG.Maria🙋

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