Ich trage eine Jacke!
Ich trage eine Jacke!

Ich trage eine Jacke!

Das Besondere am nächsten Bild: ich trage eine lange Hose, eine Jacke, Socken und 2 T-Shirts. Das erste mal seit Monaten haben wir Temperaturen unter 25 Grad und nachts sogar unter 20 Grad. Da kann man am Abend mal kleidungstechnisch etwas aufrüsten 🙂 Das bedeutet auch, daß wir unseren (neu gekauften) Ventilator, der mit USB zu laden ist, ausschließlich für das Anfachen des Feuers benutzen und nicht für die Kühlung im Zelt.

Barbara mit Jacke und Katze
Unser neuer Ventilator erfüllt einen anderen Zweck als Kühlung

Wir haben unser Zelt aufgestellt bei Jürgen und seiner nicaraguanischen Frau Annabell, die hier in den Bergen Nicaraguas das Hotel Aguas del Arenal betreiben und Overlander jederzeit herzlich willkommen heißen. Ihre Finca liegt auf 1400 Metern Höhe inmitten eines riesiegen grünen Gebietes.

Wieder so ein unglaublich toller Ort, mit Kaffeepflanzen, Bananen und wunderschönen Blumen und vielen Vögeln. Auf der riesigen Finca gibt es auch Wanderwege, die wir erkunden um uns Holz für das abendliche Lagerfeuer zu suchen. So lieben wir das!

Die Villa Verde auf der Kaffeplantage
Auf dem Weg halten wir in einem sehr netten Restaurant mit Ausblick
Gepflasterte Strassen gibt es oft in Nicaragua

Vorher hatten wir uns wieder mit Ana und Thomas getroffen und gemeinsam in Esteli einen Wasserfall besucht und gebadet. Wir sind aber nicht lange in Esteli geblieben, auch wenn wir nette Gesellschaft, ein nettes Hostel und tolle Parkplätze für Daffy & Daky hatten. (sie standen mal wieder bei der Feuerwehr) Zu viel Stadt, zu viele Krach und zu viel Hitze. Da in Esteli die Vorfahrtsregeln nicht immer für alle ganz verständlich ist, fahren die Einheimischen einfach mit Vollgas auf die Kreuzung zu, hupen zweimal und brettern rüber…..

Die zwei Nächte vorher in Leon hatte ich fast gar nicht geschlafen, weil in Leon die Revolutionsfeierlichkeiten weitergingen. (Mit Feuerwerk, Konzerten und Party) In Leon wurden am 23.07.59 bei Studentenprotesten 4 Studenten von Militärs erschossen und zu deren Ehren zelebriert man den Tag der Studenten jetzt immer am 23. Juli. Viel Musik, viele Reden, viel Partei, viele Menschen. Irgendwie fühlen wir uns in der Nähe von solch politischen Veranstaltungen hier im Land nicht so wohl und meiden diese eher. Aber das Revolutionsmuseum haben wir uns doch angesehen. Hier werden die Sandinisten gefeiert – in einem völlig runtergekommenen Gebäude auf dem wir auch auf dem defekten Wellblechdach laufen durften. (war wohl so eine Art Mutprobe).

Zum ersten Mal auf unserer Reise nehmen wir auch an einer „Free walking Tour“ teil. Das sind Stadtführungen, die zu einer festen Uhrzeit stattfinden und jeder kann selbst entscheiden, ob er den Guide bezahlt und wieviel. Wir waren die einzigen Teilnehmer an diesem Tag und konnten so mit unserem Guide Leo (in Leon 😊) eine ganz private Tour erleben. Als Dankeschön haben wir ihn dann noch auf ein Bier eingeladen und hatten wirklich sehr lustige und interessante Stunden zusammen.

So eine Stadtführung durch Leon ist zu einem sehr großen Teil eine politische Führung. Selten waren wir so gut (und einseitig) über die aktuelle politische Situation in einem Land informiert.

Wir gehen über das defekte Dach des Revolutionsmuseums
Auf der Kathedrale von Leon
Impressionen aus Leon
Unser Stadtführer Leo in Leon

Das war alles spannend, aber hier auf der Kaffeefarm in den Bergen umgeben von Natur, fühlen wir uns halt einfach wohler. Auch mit Jacke! 😊

ride2seetheworld

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