Baku

Die Hauptstadt von Aserbaidschan ist glänzend! So vieles in dieser Stadt ist entweder neu & designt oder modernisiert & restauriert. Die Altstadt wurde komplett wiederaufgebaut und gehört zum Unesco Weltkulturerbe. Jede Baustelle ist mit schön bemalten Schutzfolien abgedeckt, die Tribünen in der Stadt von der Formel 1 werden gerade an den 4 – 6 spurigen Prachtstrassen wieder abgebaut, Horden von einheitlich gekleideten Gärtnerinnen pflegen und bewässern die zahlreichen Parks, die Promenade am (gepflasterten) Meeresufer wird teilweise mit leiser Musik und überall mit kostenfreiem WLAN versorgt, die vielen großen Springbrunnen in der Stadt spenden angenehme Luftfeuchtigkeit im warmen Frühsommer, die Menschen sind sehr schick und adrett gekleidet – selbst viele Kinder laufen in weißen Kleidern oder mit weißem Hemd herum, der Müll wird überall sofort aufgesammelt – alles ist schön und perfekt!

Die Stadt ist sehr lebendig und gerade abends prominiert jeder durch die Stadt. Jetzt kommt die Pracht von Baku erst richtig zur Geltung: die Jugendstilvillen am Prachtboulevard sind ebenso mit Lichtkonzepten ausgestattet, wie auch die berühmten Flame Towers. Das sind drei extravagante Hochhäuser, auf denen bis 24 Uhr abwechselnd die Flamen, Wasser, die Farben von Aserbaidschan und eine wehende Landesflagge zu sehen sind. Wirklich ein beeindruckendes Schauspiel!

Wir schlendern einige Male durch die Stadt, essen in einem sehr netten Restaurant Spezialitäten aus Aserbaidschan, finden einen Bäcker, der noch traditionell im Steinofen bäckt und bei dem man auch Chai trinken kann und besichtigen das Teppichmuseum.

Die Flametowers bei Nacht mit Illuminationen
Der Fußgängerbereich um 22 Uhr – voll!
Wunderschöne Brunnen
Der Eingang zur Bergbahn
Das Teppichmuseum
Altstadt und Neubauten
Eingang zu einer Moschee
Souvenirhändler in der Altstadt
Baku am Kaspischen Meer

Außerdem gibt es in Baku einen super Platz, wo Robert die fälligen Inspektionsarbeiten an Daky & Daffy machen kann. (Inzwischen sind wir seit 23.000 km auf Reise…..) Die Jungs von MOTOPRO Baku sind selbst begeisterte Motorradfahrer und betreiben die Werkstatt teilweise nebenberuflich. Im Land gibt es nicht viele Motorradfahrer und somit auch nicht sehr viele Werkstätten. Hier wurde aber ein Ort geschaffen, an dem sich Motorradfahrer treffen und austauschen können und entweder selbst schrauben oder aber auch der angestellte Mechaniker weiterhilft. Wir kaufen hier neues Öl und Robert kann in toller Umgebung einige Stunden schrauben und wir treffen Antoine, einen netten belgischen Motorradreisenden, der gerade nach einem Jahr wieder auf dem Heimweg ist.

Glückliche Männer…

Zweimal erleben wir ein besonderes Spektakel: Der Präsident fährt an uns vorbei! Der gesamte Verkehr wird gestoppt, an jeder Zufahrt und Straßenkreuzung steht ein Polizist und die schwarze Strechlimousine umgeben von 6-8 schwarzen Autos schwebt förmlich durch die absolut leeren, leisen Straßen.

Der Präsident in seiner Limousine

Einen wirklich sehr netten Nachmittag und Abend verbringen wir auch bei Gabi, die wir mit ihrem Mann vor 2 Wochen in Sheki kennengelernt hatten – die beiden leben in Baku. Gerald ist gerade beruflich unterwegs und so quatschen wir zu dritt und genießen den leckeren selbstgebackenen Apfelkuchen, deutschen Kaffee (wie lecker) und aserbaidschanischen Wein (noch viel leckerer).

Nach drei Nächten in unserem Hostel, direkt an der Altstadt von Baku sind wir uns mal wieder einig: Großstadt ist nichts für uns. Wir packen zusammen und machen uns auf in Richtung Wasser. Auf dem Weg dorthin, versuchen wir noch ein Paket heimzuschicken. Darin ist ein Geburtstagsgeschenk für unsere Tochter und ein paar Sachen, die wir in den letzten 7 Monaten nicht oder wenig gebraucht haben. DHL möchte dafür 130 Euro Porto haben (unter 3 Kilo Gewicht!) – also suchen wir doch lieber eine hiesige Poststation auf. Baku Stadtverkehr bei 30 Grad! Wir finden die Post, ich gehe in den kleinen, muffigen Raum, drei alte Damen (beinahe hätte ich passenderweise „Schachteln“ geschrieben 😊) machen mir mit unbeweglicher Miene klar: „Komputer today NIET“ – also keine Paketannahme. Mit Hilfe von zwei freundlichen Aserbaidschanern bekommen wir auf dem Navi die nächste Postfiliale angezeigt. Wir fahren hoffnungsvoll los – und müssen feststellen, dass dieses Haus offensichtlich abgerissen wurde. Also machen wir mit #Paketankatrinschicken morgen weiter. Außerhalb von Baku und nach einer erholsamen Nacht am Strand, wo wir einen tollen Platz an verlassenen Strandhütten finden. Da klappt es dann auch gleich auf Anhieb mit dem Paket in der nahen Post. Jetzt genießen wir unseren ersten richtige Strandtag auf unserer Reise. Tolles Wetter, wir sind allein und als einziges Geräusch hören wir das Kaspische Meer rauschen….(was ja eigentlich ein See ist 😊)

ride2seetheworld

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