Religionen & Geisterglaube

Im Süden von Thailand können wir wirklich überall den Einfluss der Religionen und des Geisterglaubens sehen. Wir besuchen einige buddhistische Tempel, die es hier überall gibt. Die Tempelanlagen bestehen immer aus verschiedenen Gebäuden und hier leben die Mönche. Wir versuchen immer wieder die Bedeutungen der Symbole und Figuren nachzuschlagen und lernen so manches über den Buddhismus. So spannend….

Ein Tempel auf Koh Kood
… mit wunderschönen Skulpturen
Blick vom Glockenturm im Hafen von Koh Kood
Detail eines Tempels auf Koh Chang

Überall finden wir aber auch Zeichen des Geisterglaubens, der in Thailand sehr verbreitet ist. Als wir zum Beispiel in Koh Kood am 500 Jahre alten Baum stehen bleiben, sehen wir neben den üblichen Girlanden, Blumen und Schmuck auch Kleider, die in der Nähe des alten Baumes hängen -wunderschöne thailändische Kleider auf einem Kleiderbügel mit Folie geschützt. Der Versuch danach im Internet zu recherchieren bleibt erfolglos. Also frage ich unsere Gastgeberin in Kok Kood nach den Kleidern und lerne dabei, dass Thailänder nicht über die Geister sprechen. Sie antwortet mir sehr freundlich aber absolut ausweichend und „kann“ mir das mit den Kleidern nicht erklären. Ich spüre, daß sie darüber nicht sprechen möchte und frage deshalb natürlich nicht weiter nach. Erst danach finde ich im Internet etwas über den Baumgeist Phi Ton Mai und über die vielen anderen Geister an die die meisten Thailänder glauben und sie verehren. Auch Waan, unsere Gastgeberin vom Paradise Bangbao antwortet mir nur mit einer Gänsehaut, als ich sie ganz vorsichtig nach den Geistern frage. Es fällt ihr schwer darüber zu sprechen, aber sie möchte uns das gern erklären. Geister leben überall – im Wasser, in Höhlen, in Bäumen und es gibt gute und böse Geister. Blumen und Girlanden werden den Geistern z.B. auch immer vorn am Schiffsrumpf geopfert. Auf einmal verstehen wir auch die Ansage von unserem Schnorchelausflug, dass niemand im Boot dort vorn bei den Opfergaben stehen darf. Solche Orte der Opfergaben sind nur für die Geiser bestimmt.

Der Baumgeist wird vereehrt
…. auch mit schönen Kleidern
Schleifen, Blattgold und Blumen für die Geister des Wassers

Vielleicht habe ihr schonmal diese kleinen Häuschen auf einer Säule gesehen in denen kleine Figuren aufgebaut sind? Die stehen in Thailand wirklich an fast jedem Gebäude. Das sind Geisterhäuser! In den Geisterhäusern, beschwichtigen die Thai die Erdgeister mit Limonade und anderen Geschenken, um die Bewohner des Hauses zu beschützen. Auch werden in den Geisterhäusern immer wieder Räucherstäbchen angezündet und die Opfergaben regelmäßig erneuert. Ein schönes Ritual um die Geister glücklich zu machen.

Geisterhaus
ein Geisterhaus in einer armen Gegend

So viele Traditionen und „Regeln“ in diesem Land, basieren auf dem Glauben an Geister und wir versuchen darüber so viel wie möglich zu lernen und zu beachten – damit auch uns weiterhin die Geister wohlgesonnen sind. Und das tolle bei den Thailändern: Geisterglaube und Religion schließen sich nicht aus,sie glauben an die Lehre Buddhas und an die Geister.

Beim Erkunden der kleinen Dörfer in der Nähe von Trat, erleben wir wieder ein ganz anderes Gesicht von Thailand. Hier leben viele Muslime: der Ruf des Muezzins schalt über das Meer, die Moschee steht in der Mitte des Dorfes und die Frauen und Mädchen tragen Hidschab. (ein traditionelles islamisches Kopftuch welches die Haare, Ohren, Hals und Schultern bedeckt) Die muslimische Minderheit ist hier ganz offensichtlich sehr integriert und wir erleben ein sehr friedliches und freundliches Miteinander beim Loi Krathong. (Ein Fest aus dem Hinduismus stammend, bei dem den Wassergöttern gedankt wird) Ganz selbstverständlich setzen alle ihre schwimmenden Opfergaben ins Meer, egal ob sie Buddhisten, Christen oder Muslims sind und jeder auf seine Weise bittet die Götter des Wassers um eine gute nächste Regenzeit und um viele Fische für die Fischer.

Wir haben Spaß zusammen und lachen über die Fotos
Das kleine Dorf feiert den Loi Krathong
stolz zeigt sie mir ihre Fische
Markt
Die Dame ist eine Taxifahrerin!

Denn der Alltag der vielen Fischer hier ist hart. Wir schlendern oft durch die kleinen Fischerdörfer und sehen dabei recht leere Netze. Die einfachen Hütten der Familien sind auf Stelzen gebaut und stehen direkt am Bootssteg. So können wir den Fischern beim Sortieren und Flicken der Netze zuschauen und gleichzeitig ihre Boote bestaunen. Es gibt so viel zu entdecken auf dieser Welt!

Fischerdorf auf Koh Kood
Katrin freut sich über die Kleinen
Der Buddha sitzt über dem Fischerdorf

ride2seetheworld

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