Lettland – wir suchen die Kontraste

In Lettland haben wir in einer Woche so wenig gesehen, wie schon lange nicht mehr in einem Land – und hatten dabei eine unglaublich schöne Zeit. Durch einen Zufall sind wir in Zasa bei Hardy an der Mühle gelandet. Und sind dann gleich mal 6 Tage geblieben. Wer einen Campingplatz sucht, auf dem maximal 4 bis 5 Camper und 2 -3 Zelte Platz haben, in totaler Ruhe an einem See, mit Storchennest, super geschmackvollen Duschen und Toiletten, einer Mühle von 1887, die im Stadium zwischen Museum, Veranstaltungsraum und Baustelle ist und mit dem wohl nettesten Gastgeber der Welt. Der wird sich genau wie wir in die Mühle in Zasa verlieben. Schaut euch das mal an: mill-of-zasa.com

Die Mühle in Zasa
Die Villa im Garten
Der Ausblick von der Mühle

Das besondere an diesem Ort ist jedoch, dass alle Gäste von Hardy gleich integriert werden und dann wird gemeinsam gekocht, gegrillt, getrunken, gelacht, am Feuer gesessen und viel erzählt. So haben wir neben Stand Up Paddeling, Schwimmen, im Park spazieren gehen, Störchen beobachten und durchs Dorf schlendern vor allem gegessen und geschwatzt. Und Robert konnte noch etwas zum Renovierungsfortschritt der Mühle beitragen. Das hat alle Erfreut: Hardy hat jetzt mehr Licht im Dachgeschoß, Robert hatte eine Aufgabe und Barbara konnte lesen und entspannen! Wunderschöne Tage mit ganz tollen Leuten! Wir haben uns auch riesig gefreut, das Christian, den wir in Polen mit Ina und Leon kennengelernt hatten, seine Reiseroute unseretwegen geändert hatte und wieder zu uns gestoßen ist. Auch er konnte sich dem Zauber der Mühle nicht entziehen und blieb viel länger als geplant. Tatsächlich ist es uns echt schwergefallen von diesem magischen Ort wieder weiterzufahren – aber das Gras unter unserem Zelt war schon hellgrün und der Winter kommt auch bestimmt und wir wollen noch um die Ostsee!

Hardy verabschiedet uns
Robert im Handwerkerparadies
Abends am Feuer – hier mit Christian

Also sind wir Samstag morgen direkt nach Riga, in die Hauptstadt gefahren. Kontraste machen das Reisen so spannend. Jedoch hat uns der (relativ laute) Citycamingplatz und das Laufen durch die Stadt bei fast 30 Grad dann doch nicht so glücklich gemacht. Auch wenn Riga wirklich sehr sehenswert ist. Sehr viele alte Gebäude in bestem Renovierungszustand, ein riesiger Fluss direkt an der Altstadt und alles ist verhältnismäßig leer.

Blick auf Riga
Sehenswertes in Riga
voll ist es nicht in Riga
Ein schöner Markt

Also zog es uns am nächsten Morgen nach dem Besuch eines kleinen Stadtteilmarktes lieber in Richtung Meer. Eine super Entscheidung an einem Samstagmittag von Riga aus in Richtung Meer zu fahren!!!!! Genau diese Entscheidung haben gleichzeit tausende von den Einheimischen auch getroffen. Nachdem wir etwa 9 Kilometer an einem Stau auf dem (ungefestigten) Standstreifen vorbeigefahren waren, sind wir einfach wieder umgedreht und lieber in den Gauja Nationalpark abgebogen. Ein Nationalpark an einem Fluß mit sehr viel Bäumen, die alle auch Schatten spenden. 😊 Aus dem ganz romantischen Abend am Lagerfeuer ist aber doch nichts geworden, da Barbara die Anzahl der stechenden Bremsen nicht ertragen konnte und lieber ins Zelt gekrochen ist. So können wir den Samstag so zusammenfassen: ungewöhnlich heißer, nerviger Fahrtag mit Stau – Riga gleichzweimal mit sonntäglichem Stadtverkehr – unzählige stechende Ungeheuer – und die Laune war auf dem Tiefpunkt. Für das eigene Protokoll: keine Großstadt mehr bei über 25 Grad! Kontraste hin oder her! Von unserem schönen Platz an einem Zufluss der Gauja starten wir morgens wieder den Kampf gegen die stechende Tiere und beschließen direkt auf eine Insel im Meer zu fahren. Die nächste liegt in Estland etwa 180 km weiter nördlich. Also nix wie los – wir fahren auf die Insel Kihnu nach Estland.

Hier steht unser Villa direkt am Fluß

ride2seetheworld

2 comments

  1. Toller Bericht und ganz herzlichen Dank für eure netten Worte. Auf dem Weg ins Dachgeschoß habe ich mich wieder über den pünktlich anspringenden Bewegungsmelder der Lampe gefreut. 😂 Vermisse euch! Weiterhin gute Fahrt und tolle Eindrücke. Euer Müller Hardy 🇱🇻😊

  2. Hallo Barbara und Robert,
    Ich sehe, aus SO Asien ist NO EU geworden – der Mensch plant, Corona lenkt. Bleibt gesund!
    Lieben Gruß von
    Shyami(Maesot) , z.Zt. in der Türkei

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