Die Maya und die Natur
Die Maya und die Natur

Die Maya und die Natur

Wir wohnen noch immer an „unserem“ See im Zelt und möchten hier auch garnicht mehr weg. Jeden Morgen ein wunderschöner Sonnenaufgang, mehrfach am Tag hüpfen wir in das recht warme Wasser, ein nettes Hotel/Restaurant in der Nähe, unsere Villa Verde steht unter dem Rancho, so daß wir auch bei Regen die Tür offenlassen können und um uns herum nur Natur. Perfekt für uns.

Sonnenaufgang vor unserer Villa Verde
..und bei Vollmond am Hotel Gringo Perdido gleich nebenan

Ab Freitag letzter Woche wollten wir eigentlich bei einem Hilfsprojekt mitarbeiten. So eine Art Modellfarm im Dschungel, wo verschiedene Pflanzen angebaut werden ohne den Wald abzuholzen und dann Schulungen für die Einheimischen gemacht werden. Die Selva Maya, der größte tropische Wald nördlich des Amazonas verliert jährlich über 100.000 Hektar durch Viezucht und Brandrodung. Die Organisation versucht den Einheimischen Alternativen aufzuzeigen. Falls ihr mehr wissen wollt: journeysinconservation.org

Wir waren aber nur 3 Tage dort (dazu später mehr)…. Hier wird Vanille, Kurkuma, Ingwer, Kakao, Platanas, Tomaten, Chipilin, Spinat, Zwiebeln und einiges mehr angebaut. Die Kaninchen sorgen für Dünger, die Regenwürmer machen den Kompost, die Erde wird zu Ziegeln getrocknet, der Tee ist aus Liane, das Mittag aus eigenem Anbau. Und alles ohne Strom und fließend Wasser. Doch selbst uns war die Unterkunft zu „basic“! Und das will etwas bedeuten. Dazu hatten wir noch zwei Tage sehr viel Regen und so konnten wir uns vor den vielen Moskitos garnicht mehr retten und auch nicht sehr schnell laufen, da alles seeehr schlammig war. Naja und als das Wetter besser wurde, hat sich der Robert mit einem Beil schön tief in den Finger gehackt  und das haben wir als Zeichen von oben gesehen, dieses mal unseren Workaway Einsatz vorzeitig zu beenden. Von Balthasar konnten wir in der kurzen Zeit trotzdem einiges über die Maya und ihr Wissen über die Natur lernen. Auch wenn nicht jede Erklärung von ihm aufgrund unserer Spanisch Kenntnisse komplett bei uns ankam. Auf jeden Fall konnten wir gut spüren, wie sehr er im Einklang mit der Natur dort lebt. Und war früher Schweisser im Ort und hat durch ein einschneidendes Erlebnis den Weg gewählt, im Dschungel zu leben und den Wald zu beschützen.

Balthasar erklärt wie man aus einer Liane Tee kocht
Das Kaninchenstreu wird zum Düngen genommen
Wir pflanzen Ingwer
Ziegelherstellung

Wir lesen gerade auch so einiges über die Kultur der Maya und sind ganz fasziniert. Und so war der absolute Höhepunkt der Woche: Wir besuchen die Ruinen der ehemaligen Mayastadt Tikal. Die gesamte Anlage ist riesig und wir sind viele Stunden dort unterwegs, wandern durch den Dschungel, besteigen die Mayapyramiden (bei denen es erlaubt ist), bewundern die Baukunst und die Natur gleichermaßen – und sind fast überall allein.

Das Zentrum von Tikal
Hier gibt es viel zu erklimmen
beeindruckende Größe

Tikal war bewohnt von 800 v.Chr. bis 900 n.Chr. und hatte zu seiner Blütezeit im Zentrum etwa 50.000 Einwohner. Die Forscher gehen inzwischen davon aus, das in der Umgebung von Tikal insgesamt etwa 1 Millionen Menschen lebten. Die Anzahl der Ruinen wird auf etwa 15.000 geschätzt, wovon die meisten noch nicht ausgegraben und erforscht sind. Aber auch die etwa 3.000 bereits erforschten konnten wir uns wirklich nicht alle ansehen…

Das Erlebnis war wirklich einzigartig und wir haben so manche Zeit auf den alten Steinen gesessen und uns vorgestellt wie es hier vor 1500 Jahren wohl aussah. Nicht viel verändert hat sich wohl die wunderschöne Natur. Affen, Tukane, Echsen, Schlangen und beeindruckende Bäume verzaubern uns. (Die Jaguare und Pumas, die hier leben, sehen wir nur auf den Warnschildern auf dem Weg zum Parkplatz.) Die Maya hatten eine Vielzahl von Göttern, die jeweils Kräfte aus der Natur repräsentieren. So z.B. den Gott der wilden Pflanzen und Tiere – Yum Kaax. Den würden wir wohl auch anbeten 😊

Die sehen wir nicht live
…aber viele andere Tiere sehr nah
Guatemaltekische Brüllaffen
Spidermonkeys
Nasenbären sind sehr zutraulich
Tukan im Baum

ride2seetheworld

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*