Chiang Mai und das superschöne Umland

Wir sind zurzeit das dritte Mal in dieser quirligen, bunten Stadt im Norden Thailands und nächste Woche werden wir nochmal wiederkommen. Ehrlich gesagt liegt es aber nicht daran, dass wir diese Stadt so lieben, obwohl es hier echt lebenswert ist – sondern wir erledigen hier sehr viele Dinge, die auch zum Reisealltag gehören und wir treffen hier immer wieder Freunde 😊. Was wir so alles in Chiang Mai erledigen: Reifen kaufen und wechseln, neue Motorradhandschuhe für Robert kaufen, Visum und TIP verlängern und außerdem hat Barbara in Kambodscha eine Brücke verloren und lässt sich hier einen alten toten Zahn ziehen und ein Implantat einsetzen. Und das erste Mal auf der Reise sehen wir ein Krankenhaus von innen! Barbara hat einen Hautausschlag, der mit eigener Behandlung nicht besser geworden ist. Also besuchen wir hier ein privates Krankenhaus und sind restlos begeistert von dem Service, der Organisation und der Behandlung und auch von der Rechnung! Nicht einen Weg müssen wir im Krankenhaus allein finden, jedesmal werden wir begleitet, jeder spricht englisch und ist einfühlsam und hilfsbereit. Allgemeiner Gesundheitscheck, Daten auf dem Tablet in jedem Behandlungszimmer, Arztbesuch, schriftliche Diagnose, Salbe für 4 Wochen, Krankenhausaufschlag – alles zusammen = 30 Euro! Vom Zahnarzt könnte ich noch bessere Geschichten erzählen: Heute habe ich sogar eine WhatsApp aus der Dentalklinik erhalten, ob ich noch Schmerzen nach der Behandlung gestern habe!!! Alle Bilder und Daten werden vom Chefarzt direkt nach Malaysia geschickt, wo ich in 3 Monaten weiter behandelt werde. Mein Kostenvoranschlag aus Malaysia ist auch schon da!

Das erste Mal in Chiang Mai am 30.12.19 haben wir Jeanette und Udo vom Flughafen abgeholt und das zweite Mal haben wir sie nach einem gemeinsamen mehrtägigen Ausflug in den Norden hier wieder zum Flieger gebracht. Unser Ausflug war klasse und ich habe im letzten Blog (hier tippen wenn du den zuerst lesen möchtest) bereits unsere Erlebnisse in den Bergdörfern geschildert. Von da sind Udo und Jeanette auf einem Fluss 4 Stunden nach Chiang Rai geschippert und wir sind dem Verlauf des Mae Nam Kok immer am Ufer gefolgt. Unbefestigter Track immer entlang des Flusses und mit manchen kleinen Umwegen, da es nicht über jeden Zufluss eine Brücke gab. Und die Fahrt war klasse! Von dort stammen auch die Bilder auf denen erstmalig Daffy & Daky und Barbara & Robert fahrend zu sehen sind!  Aufgenommen von Udo vom Pick up, welcher sie zum Boot gebracht hat. Danke Udo für die Idee und die schönen Bilder!

Daffy & Daky kurven durch den Norden Thailands
Jeanette und Udo nehmen dieses Gefährt und wir folgen an Land

In Chiang Rai besichtigen wir zwei wirklich sehr sehenswerte, moderne Tempel. Den weißen Tempel und den blauen Tempel. Beide sind nicht sehr alt und mit viel moderner Kunst ausgestattet. Leider dürfen wir innen nicht fotografieren sonst könnte ich euch Malereien von Superman, Joda, Minions, Harry Potter, Michael Jackson und vielen anderen zeigen. Dabei kam bei uns so die Frage auf, ob es eigentlich moderne, poppige Kirchen in Deutschland gibt?  

Weisser Tempel in Chiang Rai
Der Eingang führt durch die Hölle
Auch der große Brunnen hinter dem Tempel ist sehenswert
Der Blaue Tempel in Chiang Rai

Abends schlemmen wir uns stundenlang über den riesigen Nachtmarkt und besuchen die wunderschöne kostenfreie Blumenausstellung mit Bühnen mit Livemusik und Tanz. Super spannend den Thailändern beim Tanzen zusehen zu können. Der wesentliche Unterschied von Chiang Mai und Chiang Rai sind die Anzahl der Touristen – so konnten wir tatsächlich als einzige Langnasen uns den Squaredance ähnlichen thailändischen Tanzfiguren widmen. (Natürlich nur Jeanette und ich 😊) Die Männer haben sich nicht getraut.

Chiang Rai am Abend
Das Kleid aus echten Pfauenfedern
Der Gang aus echten Orchideen schnuppert wundervoll!

Auch der gemeinsame Abstecher zu einem wunderschönen Wasserfall hat viel Spaß gemacht und uns wieder ein wildes Stückchen von Thailand gezeigt.

Wir zwei vor dem Wasserfall

Viel zu schnell ist die gemeinsame Zeit vorbei und die beiden sind in Richtung Strand auf eine Insel geflogen. Bereits zwei Tage später erreichte uns Sam, unser Freund und Travelbuddy, den wir in der Mongolei kennenlernten und gemeinsam China und Teile von Laos bereisten. Er hat uns wichtige Zollpapiere (Carnet de passage) aus Deutschland mitgebracht und sie dann auch mal direkt zu uns in den Norden gefahren. Gemeinsam beschließen wir den Mae Hong Son Loop zu fahren. Einer dieser berühmten Loops, von dem viele Motorradfahrer träumen.  600 km durch die Berge, immer hoch und runter und rechts und links gleichzeitig. 4800 Kurven! Ein unglaublicher Fahrspaß und deshalb auch keine Fotos 😊. Aber zum Glück findet man in youtube von netten anderen Motorradreisenden Filme zu diesem Sahnestück. Danke Erik Peters für deinen Film, den besonders alle Motorradfahrer unbedingt ansehen sollten. HIER KLICKEN So zelten wir wieder jeden Tag (meist kostenfrei), besichtigen eine tolle Höhle und fahren, fahren und fahren Motorrad– auch auf den höchsten Berg von Thailand den Doi Inthanon. KURVENRAUSCH bei perfektem Wetter!

Super sehenswerte Höhle mit Bambusflossfahrt – Lod Cave
Wir stellen die Zelte direkt an der Lod Cave auf – mit tollen Dschungelgeräuschen
Wir lassen uns wiegen!! Wer errät das Gewicht von Daky mit Gepäck und Robert?
In den Bergdörfern tragen die Frauen traditionelle Kleidung

Außerdem haben wir in Chiang Mai einige Male Tino getroffen, der uns schon so manche hilfreichen Tipps vorher geben konnte, da er seit vielen Jahren in Asien mit seinem Motorrad unterwegs ist. Aus einem Facebook Kontakt ist hier eine Freundschaft geworden. So manches Chang Bier haben wir gemeinsam geleert….

Robert, Tino, Barbara und Sam am Tag der Abreise aus Chiang Mai

Morgen verlassen wir (mal wieder) Chiang Mai und verabschieden uns (mal wieder) von Sam, der in Richtung Osten weiterfährt. Unsere gemeinsame Zeit in den Bergen war wieder super schön!

ride2seetheworld

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