Stürmische Nacht und kulturelle Highlights

Tatsächlich waren wir in Carcassonne und haben uns am 13.10.18 die mittelalterliche Festung La Cité angesehen. (Das wollte ich schon vor 12 Jahren mal) Das UNESCO Weltkulturerbe gehört zu einer der meistbesuchtesten Sehenswürdigkeiten Frankreichs. Wir hatten Glück – es war nicht übervoll! Das Wetter war sehr wechselhaft und tagsüber auch regnerisch. So bekamen wir recht leicht einen guten Parkplatz und konnten zur Festung hochlaufen, wo wir gleich diese merkwürdigen gelben Ringe sehen konnten. Da haben sich die Tourismusexperten etwas ganz Kreatives einfallen lassen: man muss den Ort finden, von wo aus optisch alle aufgemalten Ringteile in gleichmäßigen Linien verlaufen. Naja – schön ist anders….

La Cité in Carcassonne

Der Rundgang entlang der Festungsmauer ist wirklich sehr beeindruckend – die vielen Touriläden im Inneren sind nicht so nach unserem Geschmack. Am Sonntag starten wir dann in Richtung Spanien. Das Wetter: Sonne und sehr starker Wind. Die Landschaften wunderschön und wie bereits während der ganzen Fahrt sind alle kleinen Straßen total leer. Und nur die nehmen wir auf unserer Reise…

Wind in Frankreich – Daffy ist tapfer

Ganz im Süden Frankreichs fahren wir das erste Mal ans Meer. Da sind sie wieder, die Tränen der Rührung… So schön – und sehr, sehr windig! Also fahren wir lieber ins Hinterland, in die Pyrenäen und suchen uns einen Wildcampingplatz. Ich könnte ja sagen, dass wir lange überlegt haben – aber ehrlich gesagt war es eher instinktiv. Der Platz ist (zum Glück) in einer Senke unter alten knochigen Bäumen. Beides hat uns geschützt. Denn in dieser Nacht ziehen heftige Unwetter auf und nicht weit von uns sterben sogar 14 Menschen in den Stürmen und Unwettern mit Überschwemmungen. Die Wassermassen stürzen auch nicht weit von unserem Zelt den Berg hinab – aber uns passiert nix. Nur an Schlafen ist in dieser Nacht wirklich nicht zu denken. Prasselnder Regen, Sturmböen, Sturzbäche, Blitze, Donner – die stürmischste Nacht unserer Ehe (bisher :-))

Am Montag folgen wir einer Einladung an die spanische Mittelmeerküste von Motorradfahrern, die wir im Le Moulin kennengelernt hatten. Mit Anette und Volker verbringen wir einen tollen und leckeren Abend (natürlich mit Paella!) und ein traumhaftes Frühstück mit direktem Zugang zum Strand. Vielen Dank nochmal Euch beiden!

Frühstück an der spanischen Mittelmeerküste!

Dienstag besuchen wir das Salvador Dali Museum in Figueres – das ist wirklich unglaublich. Dieser Künstler war in meiner Jungend einer meiner Lieblingskünstler und ich hatte mehrere Bilder von ihm an den Wänden hängen. Jetzt alles LIVE zu sehen berührt mich sehr und auch Robert ist begeistert von der unglaublichen Krativität dieses Mannes.

Deckenmalerei im Dali Museum – riesengroß!
Der Innenhof im Dali Museum

Nach einigen Stunden im Museum zieht es uns nochmal in die Pyrenäen zum Motorradfahren. Die Tour wird dann etwas länger als geplant, da wir zum Schlafen gern einen Platz unter 500 Metern Meereshöhe finden wollen. Viele Pässe liegen im Nebel und sind schon ziemlich kühl. Die Strassen sind sehr unterschiedlich und teilweise sind die Reste der Überschwemmungen aus der „Sturmnacht von Sonntag“ noch sehr rutschig auf den Strassen. Die spanische Seite ist deutlich besser zu fahren. So sitze ich jetzt in der spanischen Sonne und schreibe diese Zeilen….

ride2seetheworld

 

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