Von Granada in Richtung Norden

Das Hinterland gefällt uns auf dem Navi mal wieder besser als die Küstenregion und wir werden nicht enttäuscht: die Naturparks in dieser Region Spaniens sind wunderschön und wir sind in den letzten Fahrtagen soviele Kurven gefahren wie schon lange nicht mehr.

Aber fang ich doch mal in Granada an: aus Granada fahren wir raus und erleben auf den nächsten 150 km eine Monokultur, die wirklich erschreckend ist in diesem Ausmaß. Es gibt Olivenplantagen soweit das Auge reicht – und zwischen den Olivenbäumen wächst nix – garnix – nicht mal Unkraut! Die Landschaft ist nett, aber diese Art der Nutzung trübt schon etwas unsere Stimmung.

Olivenhaine soweit das Auge reicht – über 100te von Kilometern

Wir folgen einer Empfehlung, die uns sowohl mein Bruder Reinhard, als auch unser Couchsurfinghost Gadi gegeben hat. Wir fahren nach Cazorla – und schlagartig wird es wunderschön! Der erste Campingplatz, den wir ansteuern hat im Winter zu und wir ahnen auch bald warum: es wird recht schnell saukalt und die Schneereste sprechen eine eigene Sprache.

Wir fahren durch den wunderschönen Naturpark und finden ein sehr lauschiges Plätzchen an einem Fluss. Hier sind wir so versteckt, dass wir auch ein Lagerfeuer anzünden können und somit den Abend auch gut draußen verbringen. Im Schlafsack machen uns diese Temperaturen nichts aus – auch wenn am nächsten Morgen mal wieder alles gefroren ist.

Unser Wildcampingspot im Naturpark Sierras de Cazorla
Der Fluss ist magisch
Daffy am nächsten Morgen mit Eis

Doch dieser Naturpark von Cazorla bleibt nicht der einzig schöne. Unsere Fahrt durch Kastillien-La Manca nach Chella halten wir in unserem ersten selbstgeschnittenen kleinen Video fest: LINK zu unserem youtube Film! Unsere neue Helmkommunikation von SENA (10c pro) macht wirklich super Bilder…

In Chella finden wir einen Campingplatz der besonderen Art. Das holländisch/französische Betreiberehepaar hat den Olivenhain um ihr Haus herum zu einem kleinen, sehr natürlichen Campingplatz umgebaut. Außerdem treten die beiden im Zirkus auf und wir dürfen beim täglichen Training zusehen. Eine Pferdedressur, die nur auf Zuruf funktioniert. Der wunderschöne Andalusier mit dem Namen Diamond ist wirklich ein besonderes Pferd, mit dem auch wir Freundschaft schließen. Hier leben alle Tiere in besonderer Harmonie zusammen. Der Hund trägt den Namen Buddha und strahlt auch diese Ruhe aus.

Chella
Chella gefällt uns gut
solche Campingplätze lieben wir
Diamond bei der Arbeit
Buddha und eine Katze von einem Campinggast – Freunde 🙂
Blick vom Cafe Maja in Chella
Tappas und Radler im „Maja“

So bleiben wir mal wieder länger, als wir es vorhatten und schauen uns das kleine Örtchen Chella an und genießen die Harmonie dieses besonderen Platzes.

Als wir aufbrechen, werden wir mit einem wunderschönen Fahrtag getröstet:

Die Fahrt von Chella nach Onda gehört zu den schönsten Strecken, die wir bisher auf unserer Reise gefahren sind! Felsen, Stauseen, kleine total leere Straßen und Kurven, Kurven, Kurven. Mal wieder wird unsere Vorgehensweise der Navigation belohnt – wir umfahren die großen Städte weiträumig und meiden ebenfalls alle größeren Strassen.

unsere Tagestour am 13. Februar – nicht zu erwarten, aber wunderschön!
tolle Berge
wunderschöne kleine Dörfer
westlich von Valencia

Jetzt sind wir auf einem Campingplatz am Meer in der Nähe von Alcossebre (nördlich von Valencia) und ich sitze in meiner geliebten Hängematte und höre das super schöne Geräusch vom Meeresrauschen. Das Leben ist schön! Morgen fahren wir nach Sitges und besuchen das DOLCE Hotel und alte Kollegen.

ride2seetheworld

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