It is so developed

Gadi, unser Couchsurfing-host in der Nähe von Malaga hat für uns den treffendsten Satz während unserer Zeit in Spanien gesagt: „It is so developed here“. Wir haben gestern Spanien verlassen und irgendwie waren wir nicht so traurig wie bei der Abreise aus Portugal oder Marokko. Spanien hat uns nicht so richtig begeistern können. Wann immer wir zu dicht an das Meer kamen, waren die Orte voll mit Häusern, Restaurants, Cafés, Hotels, Menschen, Autos usw…  Das Hinterland war schön – wie ich im letzten Blogbeitrag geschrieben habe. Aber die Küste von Spanien ist eben sehr „developed“. Durch die Temperaturen sind wir doch oft am Meer geblieben und haben die schönen Ecken gesucht. Wir sind von Valencia bis Sitges gefahren und von dort aus haben wir versucht, einen großen Bogen um Barcelona zu machen. Aber der Bogen war offensichtlich nicht groß genug. Rund um Barcelona finden wir ein sehr großes Ballungsgebiet.

Immer deutlicher wird uns dabei, dass die Natur und die einsameren Gegenden das sind was uns begeistert. Und diese findet man in Spanien (fast) nicht in den Küstenregionen. Aber natürlich begeistern uns auch die Menschen, die wir unterwegs treffen!

In Sitges verbringen wir ein tolles Wochenende mit Anna und ihren beiden Söhnen Biel und Marcos. Rollerhockey, gemeinsames Tapasessen, schöne Gespräche, ein langer Spaziergang durch ein sonniges Sitges – es fühlt sich an wie Urlaub bei Freunden in einem spanischen Ferienort! Anna lässt uns teilhaben an ihrem Leben und wir fühlen uns sauwohl (für Chris 😉).

Anna, Biel, Marcos, Robert und Barbara in Sitges
Sitges mit riesen Seifenblasen
Der Nachwuchs ist begeistert

Barcelona umrunden wir, weil wir durch Facebook erfahren haben, dass Chris und Laura ihren Kevin (einen ehemaligen Posttransporter in Minionsgelb) nördlich von Barcelona auf einem Campingplatz geparkt haben und die drei möchten wir super gern kennenlernen.

In Blanes treffen wir Kevin, Laura und Chris

Chris ist der Autor von zwei sehr lesenswerten Reisebüchern, die wir vor unserer Reise verschlungen haben und dadurch über die beiden und vor allem einiges über ihre Reisen bereits erfahren konnten. Jetzt nutzen wir die Chance sie persönlich zu treffen – und wir verbringen zwei sehr gemütliche, relaxte Abende miteinander auf dem Campingplatz direkt am Meer. Tolle, interessante und sehr warmherzige Menschen, die wir hoffentlich irgendwo auf der Welt mal wieder treffen. Auf jeden Fall solltet ihr unbedingt mal seine Bücher lesen: gut recherchierte, intelligent geschriebene und spannende Reisegeschichten. (Buchtipps: Hinter dem Horizont links…. und Hinter dem Horizont rechts… von Christopher Many)

So fahren wir am Dienstag glücklich und entspannt nach Barcelona, um die Fähre nach Sardinien zu nehmen. Wir freuen uns sehr auf diese Insel, von der wir schon so viel gehört haben. (@Pit – wir folgen deinem Tipp) Die 12-stündige Überfahrt ist bei ruhiger See und Vollmond fast romantisch – aber vielleicht hätten wir uns doch eine Kabine gönnen sollen? Die Pullmansitze sind voll mit LKW-Fahrern obwohl die Fähre wirklich leer ist und so ist es für uns eine recht schlaflose Nacht….

Unsere Fähre und der Vollmond

Auf der Fähre lernen wir Daniele kennen: einen sardischen Motorradfahrer, der gerade von einem Wintertreffen in den Alpen zurückkommt und nach 4 Wochen seine geliebte Heimatinsel wiedersieht. Er begleitet uns an unserem ersten Tag auf der Insel und macht es für uns noch leichter sich sofort in das Leben hier, in die Landschaft und die Leute zu verlieben. Von unseren ersten spannenden Begegnungen mit Berühmtheiten der Insel, berichte ich euch gern im nächsten Blog.

ride2seetheworld

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