Zurück im Zigeunerleben

Auf dem Weg zum Flieger in Frankfurt schrottet Robert noch ein Auto und lernt gleichzeitig, dass früher Playstation spielen viel einfacher war als heute 😊

Die Zeit daheim war bunt: Freunde und Familie zu treffen war kurz und intensiv, Unangenehmes zu erledigen wie Steuererklärung und allerlei „Papierkram“ war notwendig und fühlte sich danach auch gut an. Die 2 Wochen waren gefüllt mit Terminen und Verabredungen und einem gemeinsamen Wochenende mit den Kindern. Es fühlte sich alles irgendwie an, wie ein anderes Leben. Das ist wirklich erstaunlich nach nur 3, 5 Monaten unterwegs. Wie schnell man sich an das Zigeunerleben gewöhnt!

Vom Flieger in Malaga werden wir wieder von Nieco abgeholt. Er hat uns echt viel geholfen. Danke an Nieco von Siggi´s Bike in Alhaurin. Und dann sitzen wir abends wieder auf Daffy & Daky und fahren zu Gadi in die Nähe von Marbella. Ehrlich gesagt waren wir etwas skeptisch, ob die Fotos und die Referenzen auf Couchsurfing vielleicht ein Fake seien…. Alles ist echt, real und noch besser!

Gadi ist super freundlich, total hilfsbereit und ein fürsorglicher Gastgeber. Da wir erst gegen 20.30 Uhr bei ihm ankommen, hat er für uns gekocht und tischt gleich auf. Zusammen mit einem spanischen Bier, schmecken die gebratenen Aubergine mit Pellkartoffen und Knoblauchdipp einfach herrlich und seine Villa ist ein Traum. Unser eigenes Zimmer mit Bad ist echter Luxus als Couchsurfer und wird für Barbara in den nächsten beiden Tagen noch wichtiger, da eine Magen-Darm Grippe die intensive Nutzung des Bades erforderlich macht. Gadi kümmert sich wie ein Papa um uns und möchte uns auch zum Bleiben überreden – aber das Reisefieber lässt uns weiterfahren.

Gadi gibt uns noch einen tollen Tipp, wo wir auf unbefestigten Wegen fahren können und am Samstag starten wir in Richtung Malaga. Sollte ich erwähnen, dass Gadi die Wege nur vom Mountainbiken kennt, es am Tag vorher geregnet hatte und die teilweise sehr steilen Passagen nicht immer einfach zu fahren sind? Aber Spaß macht es….

Tolle, unbefestigte Wege hinter Marbella

Spannend ist auch das erste Ausprobieren von unserer neuen Helmkommunikation mit Kamera. Hammerbilder! Sena hat da mit seinem neusten Modell 10c pro was richtig tolles auf den Markt gebracht. Fotos und Film gestochen scharf und Kommunikation sehr klar und direkt. Filme folgen…

Wir kommen heile und etwas erschöpft in Malaga an – eine quirlige Stadt, die uns mit ihren Strassenmusikern und vielen Tapasbars und Cafes gefällt. Auch bei 14 Grad sitzen alle draussen, flanieren am Meer entlang und geniessen das Leben.

Die ersten Straßenmusiker, die wir hören, spielen „Hijo de la Luna“!!! Unser Hochzeitslied….SEUFZ.

Malaga – Leuchtturm und Kreuzfahrer im Abendlicht
Malaga
Riesenrad im Hafen von Malaga
Viele Strassenmusiker laden zum Verweilen ein

Eine Nacht haben wir ein Zimmer über AirBnB in Malaga gebucht, um am Sonntagmorgen der nächsten Empfehlung von Gadi zu folgen: In den Bergen, in der Nähe des Camenito del Reys stellen wir unser Zelt auf bei einem super Guesthouse: The Olive Branch. Traumhaft! Hier sind einige Kletterer und Wanderer zu Gast und endlich sind wir wieder in der Natur. Das erste Mal auf unserer Reise sogar in Mitten von anderen Zeltern.

Wir sind uns absolut einig – wann immer wir zu weit entfernt von der Natur sind, ist es nicht mehr so schön für uns. So fällt uns immer noch die Umstellung von Marokko zu Andalusien schwer. Die Küstenregion ist einfach zu sehr verbaut, zu touristisch und kommerziell. Wir lieben die Wildnis, die Einsamkeit und die unverbaute Natur. Das passt besser zu unserem Zigeunerleben!

ride2seetheworld

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