… und was habt ihr Weihnachten gemacht?

…. stundenlang durch einen Souk geschlendert, Lagerfeuer mit anderen Reisenden, eine Kasbah mit dem Enkel des letzten Kaid besichtigt, Motorrad gefahren….

Von Anfang an: In Zagora haben wir wirklich einige sehr nette Reisende getroffen und so beschließen wir für den 24.12. gemeinsam ein Lagerfeuer zu machen und jeder bringt einen Teil des „Weihnachtsmenues“ mit. Also gehen wir am Tag vorher außerhalb von Zagora auf den riesigen Souk (Markt) auf dem es wirklich alles zu kaufen gibt. Zahnpasta, Ziegen, Datteln, Gemüse, Fleisch, Werkzeug, Kleidung, Souvenirs, Hühner, Teekannen, Handstaubsauger und vieles mehr….. Es gibt hier fast keine Touristen und alles ist so marokkanisch 😊 Wir lassen uns treiben und verbringen viele Stunden hier.

ja – die beiden Ziegen in seiner Hand leben noch…
davon kaufen wir fast täglich ein Kilo! (hier für 20 cent)
die Behälter sind aus Reifen hergestellt
Gewürze, Tee, Nüsse
Tiere werden nach heftigen Preisdiskussionen verkauft
Gewusel auf dem Souk
Riesige Mengen von Datteln

In einer Bude am Rand des Souks essen wir Fisch und Fleischspieße und werden selbstverständlich von den Marokkanern vom Nebentisch zum Tee eingeladen. Das ist Marokko! Hier fragt keiner ob wir gern Besteck hätten…. Wir sitzen im Halbschatten der Strohmatten und der Duft vom Grill und vom Souk liegt in der Luft! Wir genießen es so sehr hier zu sein!

die Herren mit Turban im Hintergrund laden uns zum Tee ein

Wir kaufen auch das Gemüse für die Vorspeisen ein, die Barbara zum Weihnachtsessen beisteuert.

unser Heilig Abend Feuer

Am 25.12. möchten Daffy & Daky gern eine Weihnachtsausfahrt machen und so zieht es uns nach Agdz. Der Weg dorthin geht durch das Draatal – der längste Fluß Marokkos. 300 Kilometer weit gibt es hier Palmenhaine, von denen wir einige durchfahren. Tolle Strecke!

In Agdz wird der Campingplatz am Fuß der Kasbah vom Enkel des letzten Kaid betrieben. Eine Kasbah ist eine Art marokkanische Festung, in der früher viele Familien lebten und der Kaid war der Führer der Region. Das Gebäude und vor allem die Geschichten begeistern uns sehr. Und mal wieder ist das Glück auf unserer Seite: Gerade als wir unsere Führung starten, kommen noch zwei Belgierinnen dazu, die uns alles übersetzen. Unser französisch hätte da definitiv nicht gereicht. So erhalten wir alle Informationen auf englisch und können auch viele Fragen stellen. Cooles Gefühl mit einem eigenem Dolmetscher…

Weihnachten in einer Kasbah
Kasbah von Agdz wird restauriert von Studenten aus Weimar
Blick aus einem Fenster der Kasbah
Weihnachten unter Palmen

Von Agdz machen wir uns am nächsten Tag auf in Richtung Erfoud, wo wir mit Ron und Trees verabredet sind und zwei ruhige Tage auf dem Camping Karla verbringen. Die Nächte sind inzwischen immer um die 0 Grad und so ist es nicht so glücklich, dass eine Isomatte Löcher bekommen hat. Der Temperaturunterschied von direkt auf dem Boden und mit Luftschicht dazwischen, ist schon enorm. Bestimmt wird Robert es wieder richten…. Morgen geht es nach Merzouga – Silvester in der Sandwüste!

ride2seetheworld

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