Polizei in Marokko – Happy New Year

Die Polizei in Marokko ist wirklich die freundlichste Polizei, die wir bisher erlebt haben. Wir hatten hier schon einige Polizeikontakte und alle waren durchweg positiv. Aber der absolute Knaller passierte am 30.12.18. Wir sind gemeinsam mit Trees und Ron nach Merzouga gefahren, wo wir Jaqueline und Pier getroffen haben. Gemeinsam fahren wir hinter Merzouga an den Rand der Sanddünen und bauen unser Lager auf. Wir stellen unser Zelt auf, Trees und Ron ihren Crafter und Jaqueline und Pier ihren Mercedes Truck. Wir suchen Holz, klettern noch auf die wirklich hohen Düne und nach Sonnenuntergang setzen wir uns gemeinsam an das Lagerfeuer.

Wüste bei Merzouga
Bei Sonnenuntergang werden die Dünen rot

Plötzlich kommen zwei PKW´s an unser Lager gefahren und stellen sich sehr freundlich als Polizisten vor. Sie bitten uns, zu unserer Sicherheit einen anderen Lagerplatz aufzusuchen – nicht weit von hier ist das Hotel Nomads Palace und dort könnten wir neben dem Hotel campen. Wir erklären genauso freundlich, dass uns die Sorge ehrt, aber wir gern hierbleiben möchten. Daraufhin fahren die 4 wieder weg, um etwa 20 Minuten später wieder zu kommen. Sie hätten jetzt mit dem Hotel telefoniert und es wäre geklärt – wir dürfen dort gern campen. Wieder bedanken wir uns höflich und versprechen morgen früh umzuziehen, da das einpacken des Zeltes im Dunkeln nicht so einfach sei. Die Polizisten fahren also wieder weg und wir Reisende sprechen darüber, dass diese Fürsorge eine Folge von dem Anschlag vor ein paar Wochen sei und es wirklich fürchterlich für die Marokkaner ist, dass Marokko jetzt bei einigen Touristen als „unsicher“ gilt. Etwa eine halbe Sunde später sehen wir plötzlich von weitem einen Polizeikonvoi, der aus mehreren PKWs und zwei Quads besteht der sich nähert – mit viel Blaulicht!!! Tatsächlich kommt der Konvoi zu uns und aus einem der Wagen steigt der Kommandant der Polizei von Merzouga, der uns eindringlich bittet, unser Lager neben dem Hotel aufzuschlagen.

Natürlich können wir da jetzt schlecht NEIN sagen – auch wenn das ganze wirklich nur eine eindringliche Bitte ist und auf keinen Fall eine Anweisung. Also packen wir gegen 21 Uhr unser Zelt, unsere Stühle und unser ganzes Zeug zusammen – verstauen es in den Fahrzeugen und fahren gemeinsam neben das Hotel, das ebenfalls am Dünenrand liegt. Der kleine feine Unterschied zu unserem ersten Lagerplatz ist: wir landen neben einem großen Kamellagerplatz.

Unser Lagerplatz für 2 Nächte beim Nomads Palace

Also können wir in den nächsten Tagen beobachten, wie die Kamele gepflegt, getränkt, gefüttert werden, wie die Touristengruppen aufsteigen und die Touren in die Wüste starten und am nächsten Morgen alle wieder glückselig zurückkommen. Sehr lustig! Außerdem kommt regelmäßig ein Polizist vorbei, der nach uns schaut. Wir fühlen uns wirklich sehr beschützt.

Robert hilft füttern
Dünen und Kamele
Die Tränke bei unserem Lager
mit den Kameltreibern freunden wir uns an… einer wollte mir 2 Kamele im Tausch gegen Daffy geben 🙂
Am Abend starten die Touritouren in die Wüste

Der 31.12. beginnt mit einer Motorradtour auf einer Piste zu einem See, der ganz in der Nähe der Sandwüste ist. Hier können wir viele Wasservögel und auch Flamingos sehen – allerdings wirklich nur aus der Ferne. Der See ist einfach zu groß! Das Wasser ganz in der Nähe der Wüste beeindruckt uns sehr.

Danach fahren wir mit Peter (einem Holländer, der mit einer Marokkanerin verheiratet ist) in das Dorf seines Schwiegervaters, wo gerade eine Musikveranstaltung stattfindet. Die Bewohner hier sind Nachfahren von Sudanesen und sehen daher ganz anders aus als die meisten Marokkaner. Auch an der Musik hört man die schwarzafrikanischen Wurzeln…..

wieder eine andere Seite von Marokko
fröhliche Musiker

Der Tag ist einfach traumhaft und dann folgt noch ein wunderschöner Abend – den Silvesterabend verbringen wir mit noch einigen anderen Reisenden am Lagerfeuer mit super leckerem Essen – die Dünen und der Sternenhimmel sind bei uns!

Happy New Year!

Kleine Tränen des Abschieds am nächsten Morgen bei Barbara… mit Trees und Ron haben wir zwei so wertvolle und tolle Leute kennengelernt, mit denen wir Weihnachten und Silvester feierten und einige wunderschöne Tage verbrachten. Bestimmt sehen wir uns irgendwo wieder!!!!!

Unsere Fahrt am ersten Tag des Jahres 2019 führt uns in den Hohen Atlas und bringt uns in ein weiteres Highlight von Marokko. Wunderschöne Schluchten, traumhafte Felsen, tolle Bergwelt!

auf dem Weg zum Hohen Atlas
Berge und Flüsse im Atlasgebirge
Die Todraschlucht

einige Flußquerungen

Und mittendrin treffen wir einige Fahrer des Monkey Race. 48 Verrückte, die auf einem Nachbau der Honda Monkey von Merzouga nach Marrakech fahren. Mit 45 km/h etwa 1000 km quer durch Marokko. Wir freunden uns an und fahren ein Stück gemeinsam….. Spaß muß sein! Die Flußdurchquerungen sind schon für uns nicht ganz leicht, aber mit den Minimopeds stehen sie wirklich tief im Wasser. Außerdem haben sie keine Motorradkleidung und die frischen Temperaturen hier auf 1700 Metern (und höher) möchte ich nicht mit nassen Schuhen und Hosen erleben….

Monkey Race Teilnehmer aus Amerika und Irland
die sind mal richtig nass geworden….
Barbara möchte tauschen…

Die erste Nacht seit Mitte November, die wir in einem Zimmer verbringen – wir schlafen in einem Riad in einer alten Kasbah! Hammerschön!

ride2seetheworld

2 comments

  1. Hallo, ihr zwei,
    Rolf, mein Mann ist auf euren Blog gestoßen und nun muss ich sagen, ich bin total begeistert und werde gerne eure Reise weiter verfolgen. Gibt es eigentlich auch die Möglichkeit eine Nachricht zu bekommen, wenn ein neuer Artikel veröffentlicht wird?
    Wir haben auch schon etwas romprobiert mit einer eigenen Website aber nicht konsequent genug und und und.
    Auf jeden Fall reisen wir viel, früher mit dem Fahrrad, nun steht bei Rolf das Motorrad im Vordergrund. Ich bleibe vorerst Sozia. Aber bisher waren es immer einfach lange Urlaube (jeweils 4 Wochen in Indien, Kirgistan, Kolumbien, …. in Marokko waren wir auch schon. Mal sehen, wohin uns das Leben führt.
    Euch wünschen wir weiter alles Gute und wir freuen uns auf die weiteren Berichte und Bilder!
    Thea und Rolf

    1. Liebe Thea, vielen lieben Dank für deine Nachricht und das Lob. Wir haben die Funktion des Newsletters nicht eingerichtet – aber auf unserer Facebookseite posten wir immer wenn ein neuer Beitrag online ist. Liebe Grüße aus dem Atlasgebirge Barbara und Robert

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