Von Bucht zu Bucht – Westküste von Portugal

In Zambujeira erreicht uns eine Nachricht von Jochen. Er besucht am nächsten Tag ganz in der Nähe Freunde und hatte über unseren Livetracker unseren Standort gesehen. Wie toll! Natürlich verabreden wir uns für Freitag nachmittag. So haben wir also für die nächsten 35 km viel Zeit, die wir damit nutzen, an jede einzelne Bucht auf dem Weg zu fahren.

Jede Bucht ist wunderschön

In dieser Region gibt es keine Küstenstrasse aber einige der Buchten sind durch unbefestigte Wege miteinander verbunden. Was für ein Spaß! Dank der Regenfälle der letzten Tage fahren wir auch keine staubigen Sandpisten – natürlich ist es manchmal recht matschig aber der Spaßfaktor ist garantiert.

viele unbefestigte Wege an der Küste

Zwischendurch fahren wir auch durch Landschaften mit Gewächshäusern und sind uns nicht sicher wie privat die Feldwege eigentlich sind.

Die Buchten sind wirklich einmalig schön! Schroffe Felsen, weite Sandstrände, rauhe Natur, teilweise Flußläufe, die im Meer enden und überall nix los. An manchen Stränden stehen zwei bis drei Surfer mit ihren Campern (teilweise sehr sehenswerte Gefährte) und manche geschlossene Strandbar lässt vermuten, dass es hier im Sommer etwas lebhafter sein könnte. Eine ungewöhnliche Bucht finden wir mit einigen Störchen, die auf den Felsen im Meer nisten in Azenha do Mar. Ein Storch als Meeresvogel 😊

Suchbild mit Störchen

Gegen Mittag kommen wir an eine besonders schöne Bucht und sehen, dass hier die Strandbar geöffnet ist. Also beschließen wir reinzugehen. Und wer sitzt da in der Sonne und genießt das Mittagessen? Jochen und Peggy – mit denen wir 2 Stunden später in Aljezur verabredet sind. Zufälle gibt es im Leben!!!! Ein großes Hallo und eine leckere Portion frisch gesammelte Muscheln folgen. Nach einem gemeinsamen Einkauf im Supermarkt mit frischen Doraden, fahren wir zum Haus von Peggy und Mario in die Berge. In traumhafter Lage inmitten von wilder Natur haben sich die beiden hier ihr wunderschönes Häuschen gebaut und leben mit ihrem Sohn Phoenix jetzt hier, der auch schon eine portugiesische Schule besucht.

Wir werden eingeladen und bleiben gleich zwei Nächte dort in der Nähe von Aljezur.

Aljezur

Dorade am Lagerfeuer, Spaziergang an der Küste, Besuch vom Bauernmarkt und viele gemeinsame Gespräche bei einem leckeren Schluck Medronho. Medronho ist ein besonderer portugiesischer Schnaps, der aus sehr leckeren Früchten gebrannt wird. Die Früchte sind etwa so groß wie Kirschen, erinnern von der Haut entfernt an Lycee – aber können einfach ungeschält vom Strauch gegessen werden. Oder eben zu Schnaps gebrannt werden, was Mario und Peggy machen. Wir lieben einheimische Spezialitäten….

Medronho – schmeckt als Frucht und als Schnaps 🙂

Aljezur ist wirklich ein besonders schönes Fleckchen Erde, aber für uns wirkt es doch etwas befremdlich, dass es so viele Deutsche, Engländer und Holländer gibt, die hier leben. Eine ganz besondere „Gemeinde“ können wir Samstag auf dem Markt und im Café beobachten. Alternative Aussteiger…. Aber verstehen können wir es schon: ein sehr besonderes Stück der Welt haben sie hier zum Leben gefunden – hier an der Westküste Portugals.

Wir möchten aber noch weiter und daher zieht es uns an den südwestlichsten Zipfel Portugals. Leider ist die „Letzte Wurst vor Amerika“ auch zu… Aber einen Aufkleber von den Kradvagabunden finden wir noch an dem Schild vor dem Leuchtturm Faro de Sao Vicente in Sagres.

Leuchtturm mit Aufklebern

Heute ist der erste Tag an dem wir mehr unbefestigte als befestigte Wege gefahren sind – direkt am Meer entlang in der Nähe von Sagres. WUNDERSCHÖN, artgerechte Haltung und auch anstrengend.

hier endet der Pfad auf der Klippe – besser umdrehen…

Ride2seetheworld

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