Mexiko ist gefährlich
Mexiko ist gefährlich

Mexiko ist gefährlich

Gestern während der Fahrt sagt Robert plötzlich: „Mexiko ist so gefährlich!“

Wir sind mit Lika und Luna auf einer unbefestigten Straße unterwegs, mitten durch die Bergwelt von Oaxaca. Die Temperaturen liegen bei angenehmen 25 bis 27 Grad und die Aussichten rauben uns den Atem.

Robert erklärt weiter: „Es ist so gefährlich, sich immer wieder in dieses Land schockzuverlieben!“

Wie recht er hat!

Zurück in Mexiko – und schon wieder mittendrin

Wir sind jetzt seit neun Tagen zurück in Mexiko und haben bereits wieder so viel erlebt und gesehen.

Fangen wir vorne an: Am 30. September 2026 landen wir in Cancún. Die schwüle Hitze der Karibik lässt sofort unsere Brillen beschlagen. Mit dem Shuttlebus geht es zum Autovermieter, wo wir für kleines Geld unseren Flitzer für die nächsten drei Tage abholen.

Erst einmal ankommen! Dafür haben wir uns das nahe gelegene Puerto Morelos ausgesucht.

Es ist Hurrikansaison, und täglich gibt es heftige Gewitter, Regenschauer und viel Wind – aber auch Sonnenschein und Badewetter.

Am Abend nach einem Regenschauer
Wunderschönes Licht
Der Ausblick von unserer Dachterrasse
Unser Mietwagen und ein Kaffee vom OXXO

Mexikanische Hilfsbereitschaft – immer wieder schön!

Gleich zu Beginn erleben wir wieder einmal die mexikanische Hilfsbereitschaft. Beim Aufladen unserer SIM-Karten stoßen wir auf unerwartete Schwierigkeiten. Seit wenigen Monaten ist eine Registrierung mit dem Reisepass erforderlich, bevor man Guthaben aufladen kann. Das wussten wir nicht und erfahren leider erst nach der Aufladung davon.

Der nette Mitarbeiter von OXXO erklärt uns, wie wir die Hotline anrufen können, um das bereits investierte Geld nicht zu verlieren. Ich schaue ihn hilfesuchend an. Offenbar ahnt er, dass meine Spanischkenntnisse für ein solches Telefonat vielleicht nicht ausreichen.

Kurzerhand hängt er sich selbst ans Telefon und investiert eine halbe Stunde seiner Zeit. Schließlich strahlt er uns an: „Alles erledigt, jetzt funktioniert es!“

Genau diese tollen Begegnungen sind es, die unsere Reisen immer wieder bereichern!

Seafood vom Feinsten in Puerto Morelos

Auch kulinarisch hat die kleine Hafenstadt einiges zu bieten. Besonders begeistert uns ein Seafood-Turm für gerade einmal 16 Euro! Darauf türmen sich Thunfisch, Garnelen, Fisch, Tintenfisch, Gurke, Avocado und Zwiebeln – die hätten sie für mich gerne weglassen dürfen.

Hammerfrisch und hammerlecker!

Tulum – Maya-Ruinen mit Meerblick

An einem Morgen wollen wir unsere „Routine“ aus Strandspaziergang, Essen gehen und Bierchen auf der Terrasse durchbrechen. Also machen wir uns auf den Weg ins nahe gelegene Tulum.

Wobei: In die fürchterliche Stadt zieht es uns gar nicht. Unser Ziel sind die nahe gelegenen Maya-Ruinen, die noch bis ins 15. Jahrhundert bewohnt waren.

Besonders beeindruckend ist die Lage direkt am Meer. Die Wellen donnern gegen die Küste, der Wind bläst uns um die Nase und trotzdem reicht ein T-Shirt. Dieser Ort hat etwas Mystisches.

Die zahlreichen Leguane lassen sich von den Besuchern überhaupt nicht beeindrucken. Gelassen schauen sie auf das Treiben und scheinen zu denken: Wir residieren hier – und ihr dürft gerne mal schauen!

Hier residieren die Leguane
Die Ruinen direkt am Meer
Wunderschön und auch….
…ziemlich windig

Wir haben Lika und Luna zurück!

Am 3. Oktober ist es endlich so weit: Wir fliegen nach Oaxaca.

Direkt nach der Landung stellen wir unser Gepäck auf dem Camping RV Park Tule ab und lassen uns zu Del bringen. Bei ihm haben wir Lika und Luna vor fünf Monaten zurückgelassen. Natürlich sind wir gespannt, wie es unseren beiden Motorrädern ergangen ist.

Ziemlich verstaubt sehen sie aus. Robert dreht den Schlüssel um, drückt auf den Starterknopf und … beide springen völlig problemlos an! Als wären sie gestern das letzte Mal gefahren.

Da fällt uns erst einmal ein Stein vom Herzen.

Der Campingplatz in Tule ist wunderschön. Wir mieten uns eine kleine Cabana, um in Ruhe anzukommen, alles zu sortieren und unsere Wäsche zu waschen. Natürlich bleibt es nicht lange beim Ausruhen. Wir wollen schließlich noch mehr von der Umgebung erkunden.

Wir waren inzwischen schon fünfmal hier – und trotzdem gibt es immer noch jede Menge zu entdecken. Erstmal schlendern wir ausgiebig durch das kleine Städtchen Tule….

Lika und Luna freuen sich auch….
Der Campingplatz RV Park – einige wohnen seit Jahren hier
So darf ein Campingplatz sein
Wir schlendern durch die Gassen und jeder grüßt
Wir lieben Mole, die berühmte Soße aus Nüssen, Gewürzen, Chili und Schokolade und dann noch das tolle Restaurant….
Da gehen wir gleich mehrfach hin 🙂

Mitla – ein Städtchen ganz nach unserem Geschmack

Besonders begeistert mich das kleine Städtchen Mitla. Es blickt auf eine lange Tradition der Weberei zurück und war eine der bedeutenden Städte der Zapoteken.

Mitla hat einfach alles, was wir lieben: beeindruckende archäologische Stätten, eine bunte und lebendige Innenstadt, einen beschaulichen Markt, auf dem wir lecker essen, und so manche interessante Wandmalerei.

Hier lässt es sich wunderbar durch die Gassen schlendern, Neues entdecken und das mexikanische Leben beobachten.

Ich passe farblich ins Bild
Marktstand von oben
Wir essen im Markt
In Mitla gibt es viel Kleidung zu kleinem Geld zu kaufen
Die Kirche wurde auf den historischen Gebäuden der Zapoteken erbaut
Zum Glück sind noch einige sehr beeindruckende Ruinen erhalten
Besondere Mosaiken geben einen einmaligen Charakter
Die gesamte Anlage ist wunderschön
Man beachte das Treppengeländer 🙂
Robert entdeckt einen riesigen Falter

Hierve el Agua – versteinerte Wasserfälle und heilige Orte

Doch unser nächstes Ziel ist Hierve el Agua. Dort entstanden durch mineralreiches Wasser eindrucksvolle Kalksinterterrassen, deren helle, stufenartige Ablagerungen wie versteinerte Wasserfälle aussehen.

Mich fasziniert allerdings noch etwas anderes: Hier befand sich ein heiliger Ort der Zapoteken. Versteinerte Wasserfälle – das bietet der Spiritualität doch einen ganz besonderen Nährboden!

Auch wir spüren die besondere Atmosphäre dieses Ortes und bleiben lange. Mit unseren neuen Motorrad- und Wanderstiefeln ist selbst der Abstieg zum Fuß des „Wasserfalls“ beinahe ein Kinderspiel.

Wir genießen die Landschaft, die Ruhe und die grandiosen Ausblicke. Und wieder einmal wird uns bewusst, wie abwechslungsreich dieses Land ist.

Ja, Mexiko ist gefährlich!

Jetzt wisst ihr, was Robert meint.

Ja, Mexiko ist gefährlich! Die Gefahr ist groß, sich jeden Tag aufs Neue zu verlieben. In die Landschaften, die Menschen, die Begegnungen, das Essen und dieses ganz besondere Lebensgefühl.

Und wir? Wir lassen uns nur allzu gerne darauf ein – und freuen uns auf viele weitere Monate hier!

ride2seetheworld

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