Sechs Monate unterwegs – und schon in der Türkei!

Schon lange wissen wir nicht mehr genau welcher Wochentag heute ist. Sind wir jetzt schon eine Woche in der Türkei? Oder länger? Für uns beginnt die Türkei nach der Überquerung der Dardanellen, einer Meerenge im Mittelmeer. Die Fähre braucht dafür 25 Minuten und trotz stürmischer See kommen wir gut auf der asiatischen Seite an. Der Wind begleitet uns inzwischen seit Tagen und auch mit strahlendem Sonnenschein sind die Temperaturen manchmal einstellig. Also bleiben wir in Canakkale in einem Hostel und erkunden die Stadt. Das ist auch deshalb so spannend, weil am Sonntag in der Türkei Wahlen sind und Wahlveranstaltungen mit…

Nordgriechenland zu viert

Der Norden von Griechenland ist eher langweilig und viele Streckenabschnitte sind auch nicht gerade fahrerische Highlights. Doch wir vier haben gemeinsam Spaß und finden wunderschöne Flecken um unsere Zelte aufzuschlagen. Vom Fuße des Olymp, an dem wir gleich zwei Tage auf dem Olivenhain geblieben waren, fahren wir über kleine Straßen an den Kerkini Lake. Heute ist Griechischer Nationalfeiertag (25. März) und wirklich ALLE Griechen sitzen gemeinsam in den Restaurants und Cafes und feiern. Auf jedem Platz und an fast jedem Haus hängt eine griechische Fahne und wir fahren durch die leeren Straßen. Bei jedem Stopp nehmen wir teil an der…

Griechische Klöster, Heilige und Götter

In den letzten Tagen sind wir umringt von göttlichem Beistand. Zunächst an den Meteora Klöstern. Dort stellen wir unser Zelt auf einem Campingplatz direkt am Fuße dieser gigantischen Felsformationen auf und bleiben für 3 Tage. Verabredet sind wir hier mit Yannik, den wir in Albanien kennengelernt haben und der mit seiner Husquana auf einer längeren Reise ist. Am selben Abend kommt auch Dino dazu, er hatte Yannik auch in Berat kennengelernt und war mit ihm in Kontakt. Dino ist in der Schweiz gestartet und will mit seiner F 650 GS viel sehen von der Welt… So sind wir plötzlich zu…

Hier in Albanien haben Sie jetzt einen Freund…

Von Berat aus fahren wir in die Berge zum Ohridsee, der auf 800 Meter Höhe im Grenzgebiet von Griechenland, Nordmazedonien und Albanien liegt. Dort finden wir einen ruhigen Campingplatz, wo wir mal wieder (fast) die einzigen Gäste sind. Die Gegend gefällt uns sehr gut und wir bleiben 4 Tage dort. Am See können wir schon im T-Shirt liegen und auf der Sonnenterasse des nahen Restaurants verbringen wir manche Stunde. Dort werden wir mehrfach eingeladen – an einem Tag zum Kaffee und an einem anderen zum Raki. Und wir essen dort fantastische Forelle auf Zwiebeln, Walnüssen und Orangen. Traditionell albanische Variante……

Albanien

Die ersten Tage in Albanien sind so voller Erlebnisse und Eindrücke – ich könnte schon darüber ein Buch schreiben…. Wir kommen am Dienstag früh pünktlich um 7 Uhr am Hafen von Dürres an. Die Überfahrt von Italien war ziemlich stürmisch, daher hatten wir uns eine Kabine gegönnt und recht gut geschlafen. Auch in Albanien ist das Wetter nicht gerade traumhaft schön und so entscheiden wir uns für ein Zimmer in einem Hostel. Wir sind uns sicher, nicht weit von der Unterkunft entfernt zu stehen, finden sie aber nicht. Als wir nacheinander zwei Einheimische fragen, können uns beide nicht helfen. Zu…

Italien als Transitland

Sardinien hat uns auch in den letzten beiden Tagen, die wir dort verbrachten, sehr begeistert. Am Montag treffen wir uns nach einer etwas durchfeierten Nacht gegen Mittag mit Iris und Thomas am Felsbogen S’Archittu bei Oristano und verbringen eine ruhige Mittagszeit bei Sonne und netten Gesprächen mit Blick auf diese gigantische Felsformation im Meer. Gegen Nachmittag fahren wir in Richtung Osten – in die Berge. Die Suche nach einem Wildcampingplatz ist heute nicht einfach. Auf Sardinien galt früher auch das Recht des „wer ein Grundstück ummauert, dem gehört es“ Daher sind wenige Flächen frei zugänglich und die sind dann meistens…

Sartiglia

Am Karnevalssonntag findet in Oristano an der Westküste Sardiniens ein ganz besonderes Fest statt: Die Sartiglia! Und wir waren mittendrin! Das Spektakel ist ein besonderes Reitturnier, dass von Kreuzrittern im 12. Jahrhundert nach Europa gebracht wurde – dieses Jahr mit 117 Reitern und Reiterinnen in traditioneller Kleidung mit Masken . Zitat aus der Broschüre „Das Turnier beginnt in dem Moment wenn der Componidori und der Segundu die Schwerter kreuzen. Der Componidori treibt sein Pferd im wilden Galopp auf die Reitbahn und versucht mit einem Degen den silbernen Stern, der an einem Seidenfaden hängt aufzuspießen.“ Danach versucht jeder Reiter den Stern…

Eine kleine Geschichte vom Glück

Am Montag verabschieden wir uns von Wendy und Roger, unseren beiden Workawayhosts bei denen wir im Weinberg arbeiten durften. Wir freuen uns darauf, Sardinien mit den Motorrädern weiter zu erkunden. Dafür haben wir uns mit Daniele verabredet, den wir auf der Fähre in Barcelona kennengelernt hatten. Er ist früher Motocross gefahren – doch das erzählt er uns erst später. Er holt uns ab mit seiner Dominator und zu dritt machen wir uns fröhlich auf den Weg. Die Straßen werden zu Pisten, die Pisten klettern die Berge hoch, die Aussicht ist gigantisch, viel Zeit zum schauen bleibt uns nicht, da wir…

Sardinien

Wir fahren zusammen mit Daniele in Porto Torres von der Fähre – und sofort begeistert uns Sardinien! Die kleine Straße führt uns nach Castelsardo und dann weiter durch die Berge nach Tempio wo wir einen Stopp einlegen, um einen italienischen Cappuccino zu trinken. Alles ist sooooo anders als in Spanien an der Küste. Die Ortschaften wirken irgendwie gemütlich und verschlafen, die Kinder winken uns wieder zu und die Alten sitzen am Straßenrand. Die Insel ist sehr grün und begeistert durch viel Natur, tolle Berge, Hügel, Felsen und Kurven – und durch ihre Gelassenheit, die man überall spürt!   In Tempio…

It is so developed

Gadi, unser Couchsurfing-host in der Nähe von Malaga hat für uns den treffendsten Satz während unserer Zeit in Spanien gesagt: „It is so developed here“. Wir haben gestern Spanien verlassen und irgendwie waren wir nicht so traurig wie bei der Abreise aus Portugal oder Marokko. Spanien hat uns nicht so richtig begeistern können. Wann immer wir zu dicht an das Meer kamen, waren die Orte voll mit Häusern, Restaurants, Cafés, Hotels, Menschen, Autos usw…  Das Hinterland war schön – wie ich im letzten Blogbeitrag geschrieben habe. Aber die Küste von Spanien ist eben sehr „developed“. Durch die Temperaturen sind wir…